Die Entwicklung der Menschheit ist ohne Pflanzen undenkbar: Sie geben uns seit Tausenden von Jahren Nahrung, Unterkunft, Kleidung, Fortbewegungsmittel und Medikamente. Helen und William Bynum – Historiker der Wissenschaft und Medizin sowie leidenschaftliche Gärtner – verfolgen in diesem Buch die Geschichte der Interaktion zwischen Menschen und 80 Schlüsselarten über die letzten 12.000 Jahre. Sie beginnen mit den ersten kultivierten Getreidesorten, die die Grundlagen der Zivilisationen gelegt haben (Weizen, Reis, Mais), widmen den nächsten Abschnitt den Pflanzen, aus denen unsere materielle Welt entstanden ist – Schiffe, Behausungen, Kleidung, Möbel (Eiche, Leinen, Baumwolle), und gehen dann zu den Handelsfrüchten über, die die Weltwirtschaft, den Kolonialismus und den Postkolonialismus radikal beeinflusst haben sowie unsere gewohnten Konsummodelle (Tee, Kaffee, Zuckerrohr). Von Kürbis und Bohnen, die aus Amerika kamen, bis zu afrikanischen Sorghum und Yams, von brasilianischem Gummi bis zu chinesischem Bambus – geografisch deckt das Buch eine grandiose Bandbreite ab. Diese erstaunliche Veröffentlichung, die mit einzigartigen alten Zeichnungen, Stichen, Lithographien und Gemälden aus der Sammlung der Royal Botanic Gardens Kew in London illustriert ist, wird eine Quelle neuen Wissens und Inspiration für alle sein, die sich für Geschichte, Anthropologie und Kulturwissenschaften sowie für Botanik interessieren, und für jeden, der für die Schönheit und Vielfalt des Pflanzenreichs sensibilisiert ist.