Wann haben Sie sich zuletzt wirklich nichts getan – ohne Telefon, Aufgaben und To-Do-Listen? Wir sind es gewohnt, Erholung als Schwäche zu betrachten und ständige Beschäftigung als Zeichen des Erfolgs. Aber die Neurowissenschaften besagen das Gegenteil: Das Gehirn benötigt Pausen. Der Neurobiologe Joseph Jebelli, der selbst einst an Arbeitssucht litt, beweist: Ein Spaziergang, Meditation und das Schweben in Gedanken sind kein Luxus, sondern eine Voraussetzung für ein glückliches und produktives Leben. In diesem Buch finden sich Forschungen, wahre Geschichten und praktische Tipps.
Charles Darwin ging oft angeln und ruhte sich viel aus. Maya Angelou förderte die Idee eines „Ruhetags“, der dem Baden, Spazierengehen und Ausruhen auf Parkbänken gewidmet war. Poincaré fuhr stundenlang ziellos mit Bussen. Der geniessende Genius Leonardo da Vinci betrachtete stundenlang das „Abendmahl“, fügte einen einzigen Pinselstrich hinzu und ging dann.
Uns wurde unser ganzes Leben lang eingetrichtert, dass Untätigkeit eine Nachgiebigkeit gegenüber den eigenen Wünschen, Prinzipienlosigkeit und sogar Verantwortungslosigkeit sei. Und immer war es das Gegenteil von Erfolg. Aber was ist, wenn Menschen oft nicht trotz, sondern gerade wegen ihrer Untätigkeit erfolgreich sind? Wenn wir uns erlauben, nichts zu tun – ohne Telefon, Aufgaben und externe Anreize – wird das DMN, das Netzwerk des Ruhezustands (default mode network), aktiviert, das für Einsichten, Kreativität, Entscheidungsfindung und Stressresistenz verantwortlich ist.
Der Autor zeigt, wie Überlastung die kognitiven Funktionen und die Gesundheit beeinflusst – und warum der Versuch, „einfach zusammenzukommen“, oft die Situation nur verschlechtert. Dieses Buch ist für diejenigen, die von dem Wettlauf um Ergebnisse müde sind und einen nachhaltigen, gesunden und klugen Weg suchen, zu arbeiten und zu leben. Es wird in den USA, Kanada, Spanien, Griechenland, China, Deutschland, Italien und den Niederlanden gelesen.