Als Astrid Baros zehn Jahre alt wurde, beschloss sie, dass sie nicht erwachsen werden möchte: "Die Menschen wachsen, und ihre Herzen ziehen sich zusammen, und es wird immer weniger Platz darin." Ihre Mutter hat jetzt einen neuen Freund, ihr Vater eine neue Freundin, und Astrid ist gezwungen, in zwei Häusern zu leben, wie ein Arbeiter auf der Nordsee. Die Eltern sind ganz fremd geworden und scheinen sie nicht mehr zu hören.
Astrid, die die Rolle von Pippi Langstrumpf in der Schulaufführung spielt, ist es nicht gewohnt, vor Schwierigkeiten zurückzuweichen. Sie entwickelt sorgfältig einen Aktionsplan. Die Eltern müssen ein wenig besorgt gemacht werden. Zum Beispiel, alleine auf eine gut bekannte Insel in Schweden zu reisen und das Telefon auszuschalten. Sie werden sicher kommen, um sie zu holen, und sie werden die Möglichkeit haben, zu reden. Und vielleicht - was kann schlimmer sein? - sich versöhnen und wieder zusammen leben.
Aber selbst ein genialer Plan ist nicht vor Überraschungen gefeit. Als Astrid ins Boot steigt, ahnt sie noch nicht, dass die Insel tatsächlich nicht unbewohnt ist und dass ihre Familie bald im Mittelpunkt einer Detektivgeschichte stehen wird.
Die Helden des norwegischen Schriftstellers und Musikers Levi Henriksen (geb. 1964) fliehen aus der Stadt in die Wildnis, in die Natur, wo sie durch Ausdauer und Willensstärke verborgene Kräfte in sich finden. Astrid ist ein Mädchen, dessen Mut und Einfallsreichtum man nur beneiden kann. Die Erzählung "Engel von Teufelsinsel" erinnert an den Film "Das Königreich der vollen Mond" und wird allen gefallen, die Abenteuer lieben.