Marina Osokina – Autorin des Buches „Muskeln des Beckenbodens. Warum jede Frau wissen sollte, wo sie sich befinden und wie man sie trainiert“.
Das Buch „Nachgeburtliche Wiederherstellung“ ist ein ehrliches und detailliertes Gespräch darüber, was tatsächlich mit dem Körper der Frau während der Schwangerschaft und nach der Geburt geschieht.
Marina Osokina warnt sofort: Eine Wunderpille gibt es nicht, aber es gibt einen klaren, schrittweisen Handlungsalgorithmus, der funktioniert. Der größte Schock, der die Leserin auf den ersten Seiten erwartet: Man muss schon lange vor der Schwangerschaft mit der Wiederherstellung beginnen, und die ersten Übungen sind buchstäblich einige Stunden nach der Geburt nötig, unabhängig davon, ob es sich um eine vaginale Geburt oder einen Kaiserschnitt handelt.
Im Buch wird alles behandelt, was jede junge Mutter beunruhigt: Warum tut der Rücken und das Handgelenk weh und wie kann man damit umgehen, ohne auf das Tragen des Kindes zu verzichten, wie man mit einfachen Bewegungen während eines Spaziergangs mit dem Kinderwagen oder beim Stillen auf der Seite eine schöne Haltung zurückgewinnen kann. Besondere Aufmerksamkeit wird den Beckenbodenmuskeln gewidmet – ohne Scheu und Einschüchterung, mit konkreten Empfehlungen von den ersten Tagen bis zum Besuch beim Frauenarzt. Die Autorin erklärt ausführlich den nachgeburtlichen Verband: Wer braucht ihn, wie man ihn richtig anlegt und trägt, um keinen Schaden zu verursachen, sowie das Zusammenbinden des Bauches als Alternative. Ein zentrales Thema ist die Diastase der geraden Bauchmuskeln: Sie erfahren, wie Sie eine Selbstdiagnose durchführen (die Breite der Trennung messen, die Dichte der weißen Linie und die Lokalisation einschätzen), in welchen Fällen Übungen ausreichen und wann eine Konsultation mit einem Chirurgen erforderlich ist.
Für diejenigen, die von einem flachen Bauch träumen, wird das Prinzip der „korsetthafte Anspannung“ und eine Fortschrittsleiter angeboten – von der Zwerchfellatmung im Liegen bis zur dynamischen Planke, ohne gefährliche Drehungen und „Fahrradfahren“. Ein ganzes Kapitel hat eine Frauenärztin geschrieben: über den Wochenfluss, die Rückkehr zum Sexualleben mit obligatorischer Verwendung von Gleitmitteln, Verhütungsmethoden während der Stillzeit sowie wie man den nachgeburtlichen Blues von einer Depression unterscheidet und wo man Hilfe suchen kann. Und als das Sahnehäubchen auf der Torte: Dutzende von ehrlichen, unverblassten Ratschlägen von gewöhnlichen Müttern: über Schlaf, schmutziges Geschirr, die Delegation von Pflichten an den Ehemann und Schuldgefühlen. Das Buch ist vertraulich geschrieben, im „Du“-Stil, mit Platz für Notizen – man sollte es schrittweise lesen, die Aufgaben ausführen und zu den Übungen zurückkehren. Es ist keine Magie, sondern Disziplin und kleine regelmäßige Schritte, die Ihr Körper nach einigen Monaten wieder stark, gesund und wirklich zu Ihrem eigenen machen werden.