Das zweite Buch des Romans setzt die großangelegte Erzählung über das Leben des Russischen Reiches an seinen Randgebieten Ende des 19. Jahrhunderts fort. Im Mittelpunkt der Handlung stehen die Schicksale von Menschen, die weit von den Hauptstädten entfernt sind, wo die Widersprüche des Staates besonders deutlich zutage treten: Bürokratie, Korruption, Willkür der lokalen Macht und soziale Ungleichheit.
Die Hauptfiguren sehen sich dem zunehmenden Druck des Systems ausgesetzt, wo Ehrlichkeit und Prinzipientreue gefährliche Eigenschaften werden. Vor dem Hintergrund von administrativem Chaos sowie nationalen und sozialen Konflikten entfalten sich persönliche Dramen: der Kampf um Gerechtigkeit, der Versuch, Ehre und Würde zu bewahren, Enttäuschung über Ideale.
Pikul zeigt, wie an der Peripherie des Reiches dessen Schwächen ans Licht kommen – von ineffektiver Verwaltung bis hin zur moralischen Verrottung der Bürokratie. Dabei wird durch die Schicksale der Charaktere das Thema der inneren Wahl angesprochen: sich den Umständen zu beugen oder Widerstand zu leisten, auch wenn man das Risiko versteht.
Der zweite Teil legt den Schwerpunkt auf das Anwachsen der Krise und die Vorahnung von Veränderungen. Es ist nicht nur eine historische Leinwand, sondern auch eine Reflexion über das Schicksal des Staates, in dem die angesammelten Widersprüche unweigerlich zu Wendepunkten führen.