Architektonisches Unheimliches: Experimente über moderne Obdachlosigkeit
Warum nehmen wir die moderne Stadt häufiger als angsteinflößend und nicht als gemütlich wahr? Warum liebten die Architekten des späten 20. Jahrhunderts eckige und spitze Formen, und warum entwerfen sie Gebäude, die scheinbar in Stücke fallen? Anthony Vidler zeigt, wie...
in der Architektur die verdrängte Angst vor der Zukunft, „Unzufriedenheit mit der Kultur“, und Frustration über das Gefühl politischer Ohnmacht zum Ausdruck kommen. Die Objekte der Forschung in diesem Buch sind die Protagonisten des architektonischen Avantgardes der späten 1980er und 1990er Jahre, die heute bereits als Klassiker anerkannt sind: Peter Eisenman, Rem Koolhaas, Liz Diller und Ricardo Scofidio, Bernard Tschumi, John Hejduk, das Büro Coop Himmelb(l)au. Im Mittelpunkt des Autors steht das Konzept des Unheimlichen, das von Freud eingeführt wurde und auf die Tradition des Gothic-Romans und der Horrorliteratur des 19. Jahrhunderts zurückgeht. Vidler verfolgt, wie sich Motive von Unruhe, Spaltung, Verlust des heimischen Lebens und Zerfall der menschlichen Identität allmählich von der Literatur und Psychoanalyse in architektonische Form verwandeln. Jedes Kapitel des Buches ist ein einzelner Essay, der unterschiedliche Aspekte der Sensibilität des modernen Stadtbewohners untersucht. Anthony Vidler (1941–2023) war Theoretiker und Historiker der Architektur.
Warum nehmen wir die moderne Stadt häufiger als angsteinflößend und nicht als gemütlich wahr? Warum liebten die Architekten des späten 20. Jahrhunderts eckige und spitze Formen, und warum entwerfen sie Gebäude, die scheinbar in Stücke fallen? Anthony Vidler zeigt, wie in der Architektur die verdrängte Angst vor der Zukunft, „Unzufriedenheit mit der Kultur“, und Frustration über das Gefühl politischer Ohnmacht zum Ausdruck kommen. Die Objekte der Forschung in diesem Buch sind die Protagonisten des architektonischen Avantgardes der späten 1980er und 1990er Jahre, die heute bereits als Klassiker anerkannt sind: Peter Eisenman, Rem Koolhaas, Liz Diller und Ricardo Scofidio, Bernard Tschumi, John Hejduk, das Büro Coop Himmelb(l)au. Im Mittelpunkt des Autors steht das Konzept des Unheimlichen, das von Freud eingeführt wurde und auf die Tradition des Gothic-Romans und der Horrorliteratur des 19. Jahrhunderts zurückgeht. Vidler verfolgt, wie sich Motive von Unruhe, Spaltung, Verlust des heimischen Lebens und Zerfall der menschlichen Identität allmählich von der Literatur und Psychoanalyse in architektonische Form verwandeln. Jedes Kapitel des Buches ist ein einzelner Essay, der unterschiedliche Aspekte der Sensibilität des modernen Stadtbewohners untersucht. Anthony Vidler (1941–2023) war Theoretiker und Historiker der Architektur.
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