Der Alte wacht auf, schaut aus dem Fenster, wartet auf etwas, erwartet nichts, schläft ein. Und erinnert sich, erinnert sich, erinnert sich.
Seine Erinnerungen kennen keine lineare Zeit — sie zerfallen, sammeln sich in launischen Figuren, manchmal poetisch, oft erschreckend. Die Scherben dieses Kaleidoskops schneiden bis zum Blut, aber daraus entsteht die Geschichte eines Menschen, dessen Leben sehr klein war, alles zu groß war und alles vergangen ist, und die Geschichte eines ganzen Landes, das mehrere große Umwälzungen überstanden hat und nicht eine Generation entstellt hat. Kulturelle Revolution, Arbeitslager, öffentliche Bloßstellungen. Krieg, Angst, Dreck. Zärtlichkeit, Traurigkeit, Einsamkeit. Irgendwo im Hintergrund — die Liebe, aber der Alte spricht über Krieg, über Angst, über Einsamkeit und Verrat, und nur über die Liebe spricht er nicht.