Der Genter Altar von Jan van Eyck: Die Komposition des Werkes. Göttliche und menschliche Perspektive
Das Schlüsselproblem des Genter Altars — das Problem der Raumorganisation. Hier wird sowohl der Raum unserer Welt als auch der Raum der Sakralität dargestellt. Ein Raum steht im Verhältnis zu dem Raum, in dem sich der Betrachter des Gemäldes befindet...
(d. h. der externe Beobachter des Bildes): Er gehört unserer Welt an. Dem gegenüber steht ein anderer Raum, der der anderen, jenseitigen Welt angehört: Er steht im Verhältnis zur Position des inneren Beobachters, der im Bild selbst angenommen wird. So werden der himmlische und der irdische Raum hier zusammen gezeigt, sie sind in einem Bild vereint. Das entsprechende Gegenüber kann sowohl im offenen als auch im geschlossenen Altar verfolgt werden, jedoch zeigt es sich dabei unterschiedlich. So wird es im offenen Altar perspektivisch ausgedrückt (durch die Verwendung einer bestimmten Betrachterposition), im geschlossenen Altar — stilistisch (durch spezielle bildnerische Mittel, vor allem die Farbpalette). Die Analyse des Genter Altars ermöglicht es, den komplexen theologischen Inhalt dieses Werkes zu demonstrieren. Es ist eine Art theologischer Traktat, dessen Lektüre die Enthüllung einer speziellen «Sprache» voraussetzt.
Das Schlüsselproblem des Genter Altars — das Problem der Raumorganisation. Hier wird sowohl der Raum unserer Welt als auch der Raum der Sakralität dargestellt. Ein Raum steht im Verhältnis zu dem Raum, in dem sich der Betrachter des Gemäldes befindet (d. h. der externe Beobachter des Bildes): Er gehört unserer Welt an. Dem gegenüber steht ein anderer Raum, der der anderen, jenseitigen Welt angehört: Er steht im Verhältnis zur Position des inneren Beobachters, der im Bild selbst angenommen wird. So werden der himmlische und der irdische Raum hier zusammen gezeigt, sie sind in einem Bild vereint. Das entsprechende Gegenüber kann sowohl im offenen als auch im geschlossenen Altar verfolgt werden, jedoch zeigt es sich dabei unterschiedlich. So wird es im offenen Altar perspektivisch ausgedrückt (durch die Verwendung einer bestimmten Betrachterposition), im geschlossenen Altar — stilistisch (durch spezielle bildnerische Mittel, vor allem die Farbpalette). Die Analyse des Genter Altars ermöglicht es, den komplexen theologischen Inhalt dieses Werkes zu demonstrieren. Es ist eine Art theologischer Traktat, dessen Lektüre die Enthüllung einer speziellen «Sprache» voraussetzt.
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