In diesem Buch präsentiert Bonnie Badenoch ihre eigene Theorie, dass jeder, der unter Trauma leidet, in der Lage ist, sich durch die inneren Ressourcen seines Körpers zu heilen, jedoch nicht immer Zugang zu diesen Ressourcen hat. Die Aufgabe des Therapeuten besteht darin, dem Klienten zu helfen, den Weg zur Heilung zu finden. In ihren Überlegungen zur Natur des Traumas stützt sich die Autorin auf die Errungenschaften der Neurobiologie und setzt große Hoffnungen auf die Therapie des heilenden Präsenz. Sie fordert dazu auf, mehr auf das sogenannte Denken der rechten Gehirnhälfte zu vertrauen: auf Empathie, Intuition, Mitgefühl, Geduld und Vertrauen.
Nach Ansicht der Autorin hinterlassen alle negativen Ereignisse im Leben eines Menschen und der umgebenden Realität (Kriege, Naturkatastrophen usw.) unmerklich ihre Spuren in seinem Körper – in den Muskeln, im Bauch und im Herzen, im Nervensystem und im Gehirn. Eine zusätzliche Last wird auf jeden von uns durch die Überflutung mit digitalen Daten gelegt, was zu dem führt, was als digitaler Autismus bezeichnet wird – dem Verlust von Empathie und den Fähigkeiten zur normalen menschlichen Kommunikation. Infolgedessen wird das Nervensystem durch das schnelle Tempo, die zerstreute Aufmerksamkeit und den Verlust der Präsenz erschöpft. In der Folge steigt die Anzahl der Patienten, die unter zahlreichen psychologischen Traumata leiden.
Bonnie Badenoch ist der Ansicht, dass die beste Therapie die Fähigkeit ist, eine sichere Präsenz zu gewährleisten. Sie behauptet, dass der Mensch geschaffen ist, um in warme menschliche Beziehungen einzutreten und diese aufrechtzuerhalten, und dass menschliche Kommunikation die beste therapeutische Methode darstellt.
In ihrem Buch erzählt Bonnie Badenoch von neurobiologischen Konzepten in einer verständlichen menschlichen Sprache und bietet den Lesern Ideen, die auf dem Studium des Gehirns und des Körpers basieren. Ihrer Meinung nach kann der Therapeut dem Klienten helfen, indem er sich auf die Errungenschaften der Neurobiologie stützt und tiefere Beziehungen zu ihm (und sich selbst) aufbaut. Badenoch ist überzeugt, dass die Neurobiologie der Beziehungen hilft, alte Traumata zu heilen, an die sich der Klient manchmal nicht einmal erinnert, weil sie außerhalb des Bewusstseins gespeichert sind.