Die Geschichte Russlands im 19. Jahrhundert. 1837 — 1855. Band 4
Der vierte Band ist der Mitte und dem Ende der Herrschaft von Kaiser Nikolaus I. gewidmet. Schritt für Schritt lehnt Nikolai Pawlowitsch die Umsetzung der Reformprojekte ab, die ihm Alexander I. als Übergang vom Absolutismus zu einer konstitutionellen parlamentarischen Regierung...
hinterlassen hat. Trotz der papiernen Aktivität zahlreicher geheimer Komitees wurde die Leibeigenschaft weder abgeschafft noch auch nur wesentlich eingeschränkt. Gymnasial- und Universitätsbildung wird zum Privileg der oberen Klassen, und auch für sie wird sie durch die immer wütender werdende Zensur und das Ende internationaler kultureller Kontakte streng eingeschränkt. Die Bürokratie, die jeglicher Kontrolle durch die Gesellschaft entbehrt, versinkt in Korruption und ist nicht in der Lage, Russland auf den Weg einer raschen wirtschaftlichen Entwicklung und industriellen Revolution zu lenken, mit der die Nikolaevische Empire überhaupt nicht Schritt halten kann. Doch der Zar, der an der militärischen Macht "seines Landes" fest glaubt, geht neue außenpolitische Abenteuer ein und gibt großzügig Blut russischer Soldaten und Volksgelder dafür aus. Diese lange Herrschaft endet mit dem für niemanden nützlichen Krimkrieg und einer beschämenden Niederlage in ihm.
Der vierte Band ist der Mitte und dem Ende der Herrschaft von Kaiser Nikolaus I. gewidmet. Schritt für Schritt lehnt Nikolai Pawlowitsch die Umsetzung der Reformprojekte ab, die ihm Alexander I. als Übergang vom Absolutismus zu einer konstitutionellen parlamentarischen Regierung hinterlassen hat. Trotz der papiernen Aktivität zahlreicher geheimer Komitees wurde die Leibeigenschaft weder abgeschafft noch auch nur wesentlich eingeschränkt. Gymnasial- und Universitätsbildung wird zum Privileg der oberen Klassen, und auch für sie wird sie durch die immer wütender werdende Zensur und das Ende internationaler kultureller Kontakte streng eingeschränkt. Die Bürokratie, die jeglicher Kontrolle durch die Gesellschaft entbehrt, versinkt in Korruption und ist nicht in der Lage, Russland auf den Weg einer raschen wirtschaftlichen Entwicklung und industriellen Revolution zu lenken, mit der die Nikolaevische Empire überhaupt nicht Schritt halten kann. Doch der Zar, der an der militärischen Macht "seines Landes" fest glaubt, geht neue außenpolitische Abenteuer ein und gibt großzügig Blut russischer Soldaten und Volksgelder dafür aus. Diese lange Herrschaft endet mit dem für niemanden nützlichen Krimkrieg und einer beschämenden Niederlage in ihm.
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