Der Titel des Romans riecht nach Torf und feuchtem Gras, klingt in Elite-Business-Schulen, auf ländlichen Hochzeiten, in Jugend-Nachtclubs und bei stillen Familienfeiern. Das liegt daran, dass in Frankreich das Lied von Michel Sardou über die Seen von Connemara, wenn nicht jeder, so doch sehr viele kennen.
Und die Helden des Romans sind keine Ausnahme.
Elène ist bald vierzig. Geboren in einer kleinen Stadt im Osten Frankreichs, hat sie hart gearbeitet, um die Provinz zu verlassen und ein Leben aufzubauen, das den glänzenden Zeitschriften würdig ist, die sie als Teenager las. Doch jetzt, wo sie scheinbar alles hat – einen Mann, zwei Töchter, eine erfolgreiche Karriere und ein riesiges Haus – fühlt sie sich unzufrieden, als ob die Jahre ihres Lebens umsonst waren.
Christophe ist gerade vierzig geworden und hat die kleine Stadt, in der er aufgewachsen ist, nie verlassen. Er ist nicht mehr so schön wie früher, geschieden, lebt im Elternhaus, amüsiert sich mit albernen Streichen mit Freunden, verkauft Hundefutter und hegt den Traum, Hockey zu spielen, genau wie mit sechzehn, als er der Schulstar war. Es scheint ein völliger Misserfolg zu sein, doch Christophe ist überzeugt, dass alles noch vor ihm liegt.
Ihr Roman ist eine gnadenlos aktuelle, offene, von Melancholie, Hoffnung und Wut durchdrungene Geschichte über die Liebe. Doch nicht nur darüber schreibt Matthieu: Auf den Seiten des Buches finden nicht nur eine, sondern mehrere Generationen von Franzosen eine Stimme. Ihr Schrei, Lachen, Weinen, Flüstern, Stöhnen erklingt wie ein einheitliches Lied.