Winter 1870. Paris — im Ring einer feindlichen Armee, bald wird es von den Flammen des Bürgerkriegs erfasst. Auf den Straßen sterben die Menschen an Typhus und Hunger, und der einzige Weg, mit der Außenwelt zu kommunizieren, sind Luftballons und Brieftauben...
Smi zeigt die Epoche durch die Augen der Künstler, die sich weigerten aufzugeben, sowohl im Leben als auch in der Kunst. Im belagerten Paris malten Manet, Morisot und Degas weiter, Renoir und Bazille kämpften, während Monet und Pissarro flohen. Doch bei ihrer Rückkehr fühlten sie alle die Zerbrechlichkeit des Daseins intensiv — und brachten dies in ihre Kunst ein. Das Trauma des «Schrecklichen Jahres» brachte die Künstler dazu, auf heroischen Pathos zu verzichten und den Blick auf das Licht, die Luft und die flüchtige Schönheit des Alltags zu richten.
Im Mittelpunkt der Erzählung steht die Geschichte der Liebe und Freundschaft zwischen Édouard Manet und Berthe Morisot, der ersten impressionistischen Malerin. Smi gibt ihr ihren Platz an den Wurzeln der Bewegung zurück, indem er ihren komplexen Dialog mit Manet und ihren gegenseitigen Einfluss nachzeichnet.
«Paris in Ruinen» — eine Chronik des Impressionismus, eine ergreifende Erzählung darüber, wie Blockade und Chaos die Kunst verwandelten und wie Genialität aus Katastrophen geboren wird. Die Kehrseite großer Kunst. Blut auf den Barrikaden. Dies ist ein Text darüber, wie die alte Welt stirbt. Und darüber, wie aus ihrer Asche eine neue Schönheit entsteht — frei, kühn, unsterblich.