Professor Karl Brisch, Psychiater, Psychotherapeut und Forscher der Bindungstheorie, hat erstmals praktisch gezeigt, wie die Theorie von John Bowlby in der Beratung und Psychotherapie angewendet werden kann. Diese Richtung nennt er Bindungspsychotherapie – ein Ansatz, der sowohl als eigenständiges als auch als zusätzliches Werkzeug in der Arbeit von Fachleuten dienen kann. Den Möglichkeiten der Bindungspsychotherapie in der Arbeit mit allen Altersgruppen – von Säuglingsproblemen bis zu Herausforderungen im Erwachsenenalter – hat Professor Brisch eine Reihe von Büchern mit dem Titel „Beratung und Therapie basierend auf der Bindungstheorie“ gewidmet. Das dritte Buch der Reihe – „Vorschulalter“ – widmet sich der Entwicklung von Bindung bei Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren. Die in diesem Band beschriebenen Probleme – Trennungsangst, Aggression, Eifersucht zwischen Geschwistern in der Familie, Eingewöhnung in den Kindergarten, Ess- und Schlafstörungen usw. – werden anhand zahlreicher Beispiele gezeigt, wie verschiedene Symptome bei Kindern, die oft zum ersten Mal im Kindergartenalter auftreten, mit der Lebensgeschichte und frühen Bindungserfahrungen ihrer Eltern in Zusammenhang stehen und wie rechtzeitige, auf der Bindungstheorie basierende Hilfe die Situation sowohl für die Kinder als auch für die Eltern verändern kann. Das Buch richtet sich an alle, die mit Vorschulkindern und deren Eltern arbeiten: Kinderärzte, Allgemeinmediziner, Kinder- und Jugendpsychiater, Erwachsenpsychiater und Psychotherapeuten, medizinisches Personal und Erzieher, Psychologen, Sozialarbeiter, Pädagogen, Sonderpädagogen, Fachkräfte für physikalische Therapie, Erzieher in Kindergärten sowie an die Eltern selbst.