Der Lebensstil, die Einstellungen und Werte der Familienmitglieder mit verschiedenen Arten von Abhängigkeiten – Alkohol-, Drogen-, Computer-, Spiel- oder Kaufsucht – weisen eine Reihe von Unterschieden auf. Dennoch sind die Beziehungen in ihnen von Fachleuten unter dem Begriff „Co-Abhängigkeit“ zusammengefasst...
In ihrem Buch betrachtet Natalia Manukhina, systemische Familientherapeutin, Varianten der Hilfe für Abhängige und co-abhängige Familienmitglieder, indem sie Ideen und Methoden aus verschiedenen bekannten psychotherapeutischen Ansätzen verwendet. Eine Vielzahl klinischer Beispiele bereichert das Buch und macht es lebendig und anschaulich.
In ihrer Praxis lenkt die Autorin den Fokus von Problemen auf die Ressourcen co-abhängiger Beziehungen, und enthüllt neue Möglichkeiten für deren Transformation in harmonischere und zufriedenstellendere.
Das Buch richtet sich an alle, die sich mit den Problemen von abhängigem Verhalten beschäftigen. Fachleute aus „helfenden“ Berufen werden darin neue Ideen für ihre Praxis finden, während die co-abängigen Personen Empfehlungen zur Veränderung und Verbesserung ihrer Beziehungen in ihren Familien erhalten.
Zitat:
Jede Abhängigkeit ist ein Schutz vor der Begegnung mit eigenen Gefühlen. Die Wege, die gewählt werden, sind unterschiedlich (Drogen, Alkohol, symbiotische Beziehungen, Glücksspiel usw.), aber das Wesentliche ist dasselbe: Entfliehen, sich verstecken oder die Realität, die negative Emotionen hervorruft, durch einen zwar imaginären Zustand ersetzen, der jedoch Freude und Euphorie bringt.
Jeder Abhängige war irgendwann co-abängig.
Co-abhängige Personen sind bereit, viele Zugeständnisse und Opfer zu bringen, nur um die Verbindung zu einer wichtigen Person aufrechtzuerhalten. Dabei kommunizieren sie nicht so sehr offen mit ihm, sondern vergleichen die Antworten des Partners mit ihren eigenen Erwartungen. In ihrem Denken überwiegen Negativismus, Leugnung, Misstrauen, Erwartungen und das Streben, das Schlimmste zu vermeiden, das sie ständig suchen und folglich in ihren Gedanken, Empfindungen und Handlungen aufrechterhalten. Um co-abhängige Beziehungen zu verändern, benötigen sie die Erfahrungen anderer, weniger symbiotischer und unabhängiger Beziehungen, in denen sie neue Facetten ihrer Persönlichkeit entdecken können. Diese Sichtweise und Beziehungen finden sie im Kontakt mit einem Psychologen.