Michail Iljitsch Romm (1901–1971) — herausragender sowjetischer Regisseur, Drehbuchautor, Professor an der WGIK und sozialer Akteur.
Dieses Buch — ein lebendiger, atmender Dialog des Meisters mit seinen Schülern, in dem die tiefsten Geheimnisse des Regiefachs offenbart werden. Michail Romm liest keine trockenen Anweisungen — er denkt laut, streitet mit den Klassikern (Pushkin, Tolstoi, Tschechow), analysiert Szenen aus "Krieg und Frieden" als Regiedrehbücher, lehrt, Montage in der Literatur zu sehen und jeden Text in ein filmisches Schauspiel zu verwandeln.
Im Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit — nicht das Handwerk an sich, sondern der Beruf des Denkens: wie man die Idee versteht und sie dem Schauspieler vermittelt, wie man jeden Frame zum Arbeiten bringt. Romm ist überzeugt: Ein guter Regisseur ist vor allem ein Kenner des Lebens, ein Sammler von Beobachtungen, ein Leser der Literatur und ein Forscher der Epoche.
Das Buch umfasst nicht nur Vorlesungen, sondern auch Dialoge mit Kollegen (unter anderem mit Sergei Gerasimow), Überlegungen zur Zukunft des Regiebuchs, Offenbarungen über eigene Filme und Geständnisse zu den Schwierigkeiten des kreativen Weges. Durch alles zieht sich der Hauptgedanke: das Kino — das ist die Entwicklung des Denkens durch das Bild, und nur ein tief durchdachtes Schauspiel kann zur wahren Kunst werden.
Das Buch wird Studenten der Filmschulen, Regisseuren, Drehbuchautoren, Schauspielern — und allen, die verstehen wollen, wie starkes Kino entsteht, von Interesse sein. Es ist kein Lehrbuch im herkömmlichen Sinne, sondern ein Meisterkurs von einem der größten Köpfe des sowjetischen Kinos, der auch heute noch relevant ist.