«Wenn der Tod eines Phänomens ausgerufen wird, ist das noch kein Grund zur Alarmierung», — behaupten im Vorwort die Autoren des kollektiven Monografien «Das Ende der Mode». Ihrer Meinung nach befindet sich die moderne Welt, trotz des bereits Ende des letzten Jahrhunderts ausgerufenen Endes der Geschichte, der Kunst und des Menschen selbst, einfach in einem anderen Zustand, und die Mode, die sensibel auf soziale Transformationen reagiert, verkörpert diesen Prozess. Diese Idee erhält umfassende Begründung in den Arbeiten der größten Theoretiker und Historiker der Mode: Hazel Clark, Adam Geczy, Valerie Steele, Vicky Karaminas, Agnès Rocamora, Olga Weinstein, Hilary Radner, Sandy Black...
Im Mittelpunkt des Interesses der Autoren steht die Interaktion von Mode mit modernen Industrien (Kunst, digitalen Technologien, Wirtschaft) sowie mit den wichtigsten Problemen der heutigen Zeit (Globalisierung, Ökologie, Erinnerungs-politik). Von Kapitel zu Kapitel eröffnet sich dem Leser eine Panorama globaler kultureller Veränderungen, die durch die Linse der Mode als universelles und vielschichtiges semiotisches System betrachtet werden.