Trotz der Tatsache, dass Joseph Brodsky heute einer der aktuellsten und von Lesern gefragtesten Dichter bleibt, sind viele Besonderheiten seines Schaffens und einzelne Texte noch nicht vollständig erforscht. Das Buch von Andrei Ranchin ist der Analyse der Poetik und der Interpretation von Brodskys Werk gewidmet.
Der erste Teil besteht aus Arbeiten, in denen der Literaturwissenschaftler die philosophischen Grundlagen der Poesie des Autors von „Teilen der Rede“ und „Uranias“ betrachtet – die Kontinuität im Verhältnis zum Platonismus und Neoplatonismus, die Abhängigkeit poetischer Motive vom Existenzialismus und die Interpretation der Geschichte. Ranchin untersucht auch das Bild des lyrischen „Ich“ in Brodskys Texten, die Spuren Achmatovas, die Besonderheiten des poetischen Idioms und die Bilder von Sankt Petersburg und Venedig.
Im zweiten Teil sind Artikel gesammelt, die der Analyse und Interpretation der dunkelsten und geheimnisvollsten Werke von I. Brodsky gewidmet sind – vom Gedicht „Zug“ bis zum Gedicht „Ich habe immer gesagt, dass das Schicksal ein Spiel ist…“
Im dritten Teil sind Rezensionen des Autors des Buches zu Monografien und Sammlungen der letzten Jahre versammelt, die dem Werk von Brodsky gewidmet sind.
Andrei Ranchin – Doktor der Philologie, führender wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für wissenschaftliche Informationen der Russischen Akademie der Wissenschaften.