Giovanni Boccaccio (1313–1375) — italienischer Schriftsteller und Dichter der Frührenaissance. Nachfolgende Generationen hoben unter dem umfangreichen Erbe des Autors insbesondere sein Werk «Der Dekameron» hervor. Das Werk wurde zwischen 1348 und 1353 geschrieben; der Titel lässt sich ins Deutsche als...
«Zehntagebuch» übersetzen. Die Erzählung spielt im von der Pest geplagten Italien des 14. Jahrhunderts. Zehn junge Leute, sieben Mädchen und drei Jungen, erzählen sich abwechselnd Geschichten, während sie sich in der ländlichen Gegend vor der wütenden Krankheit verstecken. Boccaccio kannte die Pest aus eigener Erfahrung: Er war selbst Zeuge der schrecklichen Folgen des Schwarzen Todes, als dieser seine Heimatstadt Florenz verwüstete. In den Novellen des «Dekameron» verflechten sich folkloristische Motive und religiöse Themen, Liebe in all ihren Formen und Lebenshunger an der Schwelle des Todes. Entgegen den Erwartungen des Autors hielt die italienische Intelligenz des 14. Jahrhunderts den «Dekameron» für unmoralisch, anstößig und vulgär. Einer der Nachteile des Werkes wurde auch als dessen Verfassung in der Umgangssprache des Italienischen betrachtet, statt in Latein, in dem damals gebildete Personen ihre Werke schrieben. Die öffentliche Verurteilung war so groß, dass Boccaccio sogar daran dachte, das Manuskript zu verbrennen; davon hielt ihn der berühmte Francesco Petrarca ab. Dennoch wurde der Text des «Dekameron» von herausragenden Literaturwissenschaftlern, die wesentlich später lebten und arbeiteten, hochgeschätzt. Heute gilt der «Dekameron» als ein Beispiel italienischer klassischer Literatur. Er hat den Namen seines Autors unsterblich gemacht und einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der europäischen Kultur geleistet.
In dieser Ausgabe wird der «Dekameron» in der Übersetzung des Professors A. N. Vesselovsky (1838–1906) präsentiert. Alexander Nikolaevich schloss das historisch-philologische Fach des Kaiserlichen Moskauer Universitäts ab und wurde dann nach Europa entsandt, um die Geschichte der Weltliteratur zu studieren. Im Ausland knüpfte Vesselovsky Kontakte zu verschiedenen Wissenschaftlern und erwies sich als angenehmer, belesener Mensch und herausragender Wissenschaftler. Im Jahr 1864 reiste er nach Italien, wo er viel Zeit in Bibliotheken verbrachte und alte Manuskripte italienischer Autoren untersuchte. Eines der Ergebnisse dieser Reise war die Übersetzung des bekanntesten Werkes Boccaccios. Im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen strebte Vesselovsky an, den Erzählstil des Autors so genau wie möglich wiederzugeben, weshalb seine Arbeit die erste vollständige Übersetzung des «Dekameron» ins Russische wurde. In diesem Buch verziert der von Alexander Nikolaevich übersetzte Text des «Dekameron» elegante Illustrationen des italienischen Malers und Grafikers Tito Lessi (1858–1917).
Giovanni Boccaccio (1313–1375) — italienischer Schriftsteller und Dichter der Frührenaissance. Nachfolgende Generationen hoben unter dem umfangreichen Erbe des Autors insbesondere sein Werk «Der Dekameron» hervor. Das Werk wurde zwischen 1348 und 1353 geschrieben; der Titel lässt sich ins Deutsche als «Zehntagebuch» übersetzen. Die Erzählung spielt im von der Pest geplagten Italien des 14. Jahrhunderts. Zehn junge Leute, sieben Mädchen und drei Jungen, erzählen sich abwechselnd Geschichten, während sie sich in der ländlichen Gegend vor der wütenden Krankheit verstecken. Boccaccio kannte die Pest aus eigener Erfahrung: Er war selbst Zeuge der schrecklichen Folgen des Schwarzen Todes, als dieser seine Heimatstadt Florenz verwüstete. In den Novellen des «Dekameron» verflechten sich folkloristische Motive und religiöse Themen, Liebe in all ihren Formen und Lebenshunger an der Schwelle des Todes. Entgegen den Erwartungen des Autors hielt die italienische Intelligenz des 14. Jahrhunderts den «Dekameron» für unmoralisch, anstößig und vulgär. Einer der Nachteile des Werkes wurde auch als dessen Verfassung in der Umgangssprache des Italienischen betrachtet, statt in Latein, in dem damals gebildete Personen ihre Werke schrieben. Die öffentliche Verurteilung war so groß, dass Boccaccio sogar daran dachte, das Manuskript zu verbrennen; davon hielt ihn der berühmte Francesco Petrarca ab. Dennoch wurde der Text des «Dekameron» von herausragenden Literaturwissenschaftlern, die wesentlich später lebten und arbeiteten, hochgeschätzt. Heute gilt der «Dekameron» als ein Beispiel italienischer klassischer Literatur. Er hat den Namen seines Autors unsterblich gemacht und einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der europäischen Kultur geleistet.
In dieser Ausgabe wird der «Dekameron» in der Übersetzung des Professors A. N. Vesselovsky (1838–1906) präsentiert. Alexander Nikolaevich schloss das historisch-philologische Fach des Kaiserlichen Moskauer Universitäts ab und wurde dann nach Europa entsandt, um die Geschichte der Weltliteratur zu studieren. Im Ausland knüpfte Vesselovsky Kontakte zu verschiedenen Wissenschaftlern und erwies sich als angenehmer, belesener Mensch und herausragender Wissenschaftler. Im Jahr 1864 reiste er nach Italien, wo er viel Zeit in Bibliotheken verbrachte und alte Manuskripte italienischer Autoren untersuchte. Eines der Ergebnisse dieser Reise war die Übersetzung des bekanntesten Werkes Boccaccios. Im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen strebte Vesselovsky an, den Erzählstil des Autors so genau wie möglich wiederzugeben, weshalb seine Arbeit die erste vollständige Übersetzung des «Dekameron» ins Russische wurde. In diesem Buch verziert der von Alexander Nikolaevich übersetzte Text des «Dekameron» elegante Illustrationen des italienischen Malers und Grafikers Tito Lessi (1858–1917).
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