Aus evolutionärer Sicht sind Haie älter als Bäume; diese mächtigen Tiere haben fünf Massenaussterbeperioden überlebt und sind in ihrer Resilienz den Dinosauriern überlegen. Haie sind ein notwendiges Glied zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichts mariner und ozeanischer Ökosysteme: Sie fressen die Überreste toter Wale, entfernen kranke Fische aus den Populationen, schützen Algen vor Schildkröten und konsumieren den Müll, den der Mensch in den Ozean wirft. Aber was wissen wir über ihr Leben? Das erste Buch seiner Art basiert auf den Daten jüngster wissenschaftlicher Forschungen und den Ergebnissen einer detaillierten Untersuchung von vier Haifischarten – dem Weißen Hai, dem Mako-Hai, dem Hammerhai und dem Tigerhai. Der Ozean-Schützer William McKeever reist zu den Lebensräumen von Haien – von den Korallenriffen im zentralen Pazifik, wo sich jeden Herbst Gruppen von großen Weißen Haien versammeln, und den tropischen Mangrovenwäldern, in denen junge Zitronenhaie in Schulen leben, bis zu den kalten Gewässern des Nordatlantiks, in denen die 400 Jahre alten Grönlandhaie leben, die Rekordler der Langlebigkeit unter den Wirbeltieren sind. Er verfolgt die Evolution des Mythos von menschenfressenden Haien und beschreibt die fatalen Folgen ihrer übermäßigen Vernichtung: Durchschnittlich sterben jährlich vier Menschen durch Haiangriffe, während in derselben Zeit 100 Millionen Haie durch Menschen getötet werden. McKeevers Arbeit ist ein Eintauchen in die Geheimnisse der Haie und ein dringender Appell zu ihrem Schutz.
«Dieses Buch ist das Ergebnis meiner zweijährigen Reise, eine Hommage an Haie als erstaunliche Superräuber, hypersensible Seefahrer und die besten Verbündeten des Menschen in der Natur. Dank neuer Technologien, die es Wissenschaftlern und Meeresbiologen aus aller Welt ermöglichen, Haie völlig neu zu beobachten, haben wir in den letzten Jahren große Fortschritte im Verständnis dieser Tiere gemacht: ihres geheimnisvollen Verhaltens, unglaublichen Migrationsrouten, herausragenden sozialen Fähigkeiten und sogar der Geheimnisse ihres Sexuallebens. Es ist durchaus möglich, dass gerade Haie der Schlüssel zum Verständnis der Rätsel der Ozeane werden.» (William McKeever)