Gérard Depardieu… Dieser Name ist fast jedem bekannt, der Filme liebt. Ein französischer Schauspieler, der nicht nur in seiner Heimat, sondern auch in Hollywood eine glänzende Karriere gemacht hat. Ein Mensch mit tausend Gesichtern, der ebenso überzeugend in Komödien, Dramen, Autorenfilmen spielt, ein Kenner guten Weins und Liebhaber schöner Frauen, ein unberechenbarer Skandalist und jemand, für den es keine Grenzen, Länder oder Regeln gibt. Man kann Depardieu lieben und hassen, ihn bewundern und verurteilen. Es ist ihm egal. Er ist einzigartig – ein Universum. Lebt, wo er will, macht, was er für richtig hält. Depardieu ist eine Kraft, die förmlich strömt. Dieser Mensch hat eine völlig unbefangene Einstellung zur Freiheit. Das ist es, was die Menschen fasziniert und gleichzeitig abstößt. Aber wie gut kennen wir ihn wirklich? Versteckt sich hinter dem Antlitz des Monsters ein unschuldiges Kind? Das neue Buch von Depardieu wird ihn dem Leser von einer ganz anderen Seite präsentieren. Von der, von der der Leser nicht einmal ahnte. Es ist keine Chronik des Schaffens des Schauspielers, sondern eine Reflexion über das Leben eines Menschen, der sich nicht müde wird, an der Schönheit der Welt zu erfreuen, während er sich in dem auflöst, was ihn umgibt, der sich nicht müde wird, einfach zu lieben. Anderes – das ist keine Philosophie. Es ist das, was alle deine Theorien aufhebt. Es bedeutet, gleichzeitig vernünftig und unvernünftig zu sein. Es ist etwas Transzendentes. Das Wissen, dass du vernünftig oder unvernünftig bist – das ist bereits das, was dich hierher zurückbringt. Was dich zwingt, aus dem Anderen zurückzukehren. Anderes – jenseits von allem. Im Anderen zu verweilen – bedeutet, über die Grenzen hinauszugehen. Hier ist es auch gegenwärtig, das Andere. Wenn du an nichts denkst. Wenn du dich mit dem begnügst, dass du existierst. Existierst im Jetzt. In dem Moment, in dem die Materie, die wir sind, ganz natürlich und einfach Lebensenergie erhält. In der Luft zu verweilen, die du atmest, in den Gesang der Vögel einzutauchen, die hinter dem Sonnenuntergang ein Briefing abhalten. Seine Nähe zu den natürlichen Gesetzen zu spüren, nach denen Tiere leben. Darin liegt etwas, hier spricht Gott oder jemand anderes tatsächlich mit uns. Wir müssen es schaffen, diese Tür offen zu lassen. Wenn eines Tages ein Junge fragt,