Michail Zoschenko - ein ausgeklügelter Schönling, Dandy, brillanter Offizier, Held des Ersten Weltkriegs; seine Geschichten wurden von einem wenig bekannten Aquarellisten mit einem absolut unvergesslichen Namen und Nachnamen - Adolf Hitler - gelesen. Übrigens, war nicht die Künstlerin Olga Tschechowa, die Texte von Michail Michailowitsch ins Deutsche übersetzte? Natürlich wurde er von den Literaten-Generälen der UdSSR heftig gehasst. Doch trotz alledem lebte er das Leben eines absolut glücklichen Menschen, was für uns ein völliges Rätsel bleibt, das wir in diesem Buch zu entschlüsseln versuchen werden. Das Buch von Walerij Georgjewitsch Popow - einem bekannten Schriftsteller und Drehbuchautor, Träger literarischer Auszeichnungen - unterscheidet sich von traditionellen Biografien Zoschenkos durch einen anderen (würdigen und freudigen) Blick auf das unzweifelhaft dramatische Schicksal des Schriftstellers. Die Menschen, die Michail Zoschenko geliebt haben und neben ihm lebten, waren traurig: wie haben sie ihn gebrochen, in was haben sie ihn verwandelt, nicht einmal begraben, wie es sich gehörte! Aber Zoschenko ist nicht verschwunden! Schon sehr bald, Ende der fünfziger Jahre, bekamen wir, die jungen Menschen, die gestrigen Schüler, den fröhlichen, jungen Zoschenko; wir lachten, während wir ihn lasen, und wussten nichts über sein trauriges Ende! Tatsächlich habe ich das Buch genau hiermit begonnen - mit der Begeisterung einer neuen Generation, die Zoschenko kennengelernt hat. Gerade schwächte sich das alte System, und die scharfe, leicht absurdistische Ironie Zoschenkos traf uns ins Herz... (Walerij Popow)