Der Geschmack von Kirschen... kühle... der frische Duft des Flusses... so lebten wir in der Senke zwischen den Hügeln, vor Stürmen geschützt, fern der Welt, wie auf einer freundlichen und gemütlichen Insel. Und dann... Dann hat sich alles verändert...»
So beginnt der grafische Roman «Drei Schatten». Er basiert auf der wahren Geschichte der Freunde des Autors. Es ist eine herzzerreißende, metaphorische und sehr zarte Geschichte über den Verlust eines Kindes, aber mit einem wirklich lichtvollen, weisen und freundlichen Ende. Cyril Pedrosa zeigt dem Leser die Emotionen und Erfahrungen, die Menschen in einer solchen Situation durchleben können. Wenn man den Comic liest, scheint es, als wäre der Autor neben einem und hielte einem die Hand, um gemeinsam das Geschehen zu durchleben und zu verstehen.
Eine liebevolle Familie — Louis, seine Frau Lisa und ihr kleiner Sohn Joaquín — lebt in einem kleinen Haus, fern vom Lärm und Trubel. Sie sind absolut glücklich und genießen jeden neuen Tag, den sie zusammen verbringen. Bis eines Tages drei Schatten auf dem Hügel erscheinen. Drei Reiter. Zunächst stehen sie einfach still und beobachten, verschwinden und erscheinen wieder. Doch dann, mitten in der Nacht, stehen sie an der Tür des Hauses und versuchen beinahe, Joaquín zu entführen. Da wird den Eltern klar: Die Reiter sind gekommen, um ihren Sohn für immer zu holen...
Mit gebrochenem Herzen versucht die Mutter, bei der örtlichen Hexe Trost zu finden, aber der Vater weigert sich hartnäckig aufzugeben! Er versucht zu fliehen, seinen Sohn so weit wie möglich wegzubringen, in der Hoffnung, dass die Schatten in fernen Ländern sie nicht finden können. Aber die Schatten sind das Schicksal selbst.