Im Pariser Viertel der Arbeiter und Armen träumt die Wäscherin Gervais Macquart von einfachem Glück: ehrlicher Arbeit, einem eigenen Geschäft, einem sauberen Zuhause und einem ruhigen Leben neben dem geliebten Menschen. Nachdem sie von ihrem Geliebten verlassen wurde und mit zwei Kindern allein dasteht, findet sie in sich die Kraft, neu zu beginnen – sie heiratet, eröffnet eine Wäscherei und kommt für kurze Zeit ihrem bescheidenen, leidenschaftlich erträumten Ziel näher, das ihr als das höchste irdische Wohl erscheint. Doch die Welt, in der Gervais lebt, verzeiht keine Schwäche. Armut, Neid, Müdigkeit, männliche Feigheit und die zerstörerische Macht der Kneipe ziehen allmählich um sie herum zusammen, verwandeln Hoffnung in Erniedrigung, Arbeit in Erschöpfung, Liebe in Abhängigkeit. „Die Falle“ ist einer der eindringlichsten Romane von Émile Zola, eine skrupellose Geschichte des Falls eines Menschen, der nicht nur durch eigene Fehler, sondern auch durch seine Umgebung zugrunde geht: eng, schmutzig, gleichgültig, als hätte sie bereits eine Falle aufgestellt.