Es wäre wünschenswert, den wahnsinnigen, wildesten, absurdesten Gedanken, dass mein russisches Volk von der historischen Bühne abtreten könnte, wie ein Schöpfer, wie ein Riese, oder gar in der Welt zerstreut werden könnte, sich in anderen, stärkeren Völkern, mit stärkerem Charakter, Wille, Treue zu nationalen Idealen, Streben nach einem großen Ziel auflösen könnte, zu vertreiben, wie einen bösen Geist. Der Auszug des russischen Volkes erscheint unrealistisch, unglaubwürdig, aber das ist nur im ersten Moment, und kaum hat man wieder zu Atem gekommen, sich von emotionalem Schock erholt, beginnen die Fakten, die das Bewusstsein drücken, nicht zum Abweichen, nein!, zur Bestätigung, zur Stärkung der Richtigkeit des drückenden Gedankens, der bereits von Iwan Alexandrowitsch Iljin geäußert wurde: "Charakterloses Russland wird von anderen Völkern bestochen, betrogen, zersetzt und erobert werden." In uns, den Russen, ist der Instinkt der nationalen Bewahrung, Entwicklung und Vermehrung gestört. Wir, die Russen, haben unser Grund-, Wurzelmerkmal - das ausgeprägte Gefühl für Gerechtigkeit - verloren, und bereits nicht widerwillig, nein, sondern als etwas Selbstverständliches, als eine im Bewusstsein gefestigte Norm des Lebens, nehmen wir die im Land herrschende empörende, monströse Ungerechtigkeit wahr, wenn die natürlichen Reichtümer, die dem ganzen Volk gehören, zur Beute, zum Gewinn, zur Quelle rasend wachsender Kapitalien von mehreren tausend Familien bei der Armut von hundert Millionen Menschen Russlands geworden sind. Der russische Mensch lebt in Armut, Hunger, in rechtlicher Ohnmacht, während die Telemagnaten ihn vom Gegenteil überzeugen und, das Erstaunlichste, er glaubt ihnen, vielmehr möchte er glauben, es fällt ihm leichter, das drückende Joch des Lebens zu tragen, wenn es schrecklich ist, für ein besseres Leben zu kämpfen. Das ist der Grund, warum die Menschen der Macht glauben oder glauben wollen, oder sich selbst überzeugen, dass sie glauben, oder an das glauben, was sie glauben, denn andernfalls müsste man widerstehen, man müsste kämpfen, und das ist furchtbar. Die Angst, in der das russische Volk heute lebt, ist eine allumfassende Angst, eine Angst, die den Verstand, die Seele, den Verstand, den Willen, sogar den Instinkt des Selbstschutzes lähmt. Eine solche Angst, wie eine schwere Erkrankung, verlangt nach Untersuchung, wie jede andere Krankheit, von der man sich nur heilen kann, wenn man die Natur der Krankheit versteht.