In diese Ausgabe sind zwei Bücher von Jakow Gordin – einem bekannten Schriftsteller, Publizisten und Historiker – aufgenommen: «Der Tod von Puschkin» und «Das Recht auf Duell. Puschkin und die Macht».
Im ersten von ihnen wird das Schicksal Puschkins ab 1831 nachgezeichnet, als die reife Phase in der Kreativität des Dichters beginnt, er verheiratet ist und voller Kraft steckt. Dennoch scheitern viele seiner wichtigsten Vorhaben. Puschkin erscheint als ernsthafter Historiker und politischer Denker, der die Zukunft des Russischen Imperiums voraussehen konnte, aber von nicht nur dem Zaren, seinen Vertrauten und der Kritik, sondern manchmal sogar von seinem eigenen Umfeld nicht verstanden wurde.
Die Grundlage der Handlung des zweiten Buches ist der Gegensatz zwischen Puschkin und der Ideologie der «aufgeklärten Sklaverei», die in der Nikolajepoche vom Minister der Aufklärung S. S. Uwarow vertreten wurde. Die Erzählung über das letzte Lebensjahr des Dichters entfaltet sich vor dem Hintergrund der Schicksale seiner Zeitgenossen (M. F. Orlow, M. M. Speranskij, P. D. Kiseljow, A. P. Jermolow, P. A. Wjasemskij), die wie er in einen ungleichen Kampf gegen die imperiale Bürokratie eintraten und es nicht schafften, die Entwicklung des gesellschaftlich-politischen Prozesses in Russland zu verändern. Dieser breite historische Kontext ermöglicht es, den Umfang der Probleme zu verstehen, die Puschkin belasteten und die er zu lösen versuchte.
Die Veröffentlichung richtet sich an die breiteste Leserschaft – an alle, die sich für Fragen der russischen Geschichte und Literatur interessieren.