Wenn Sie denken, dass Sie genug über die Könige und Königinnen Englands wissen, denken Sie noch einmal nach! Denn aus dem Buch von David Mitchell «Unruhe» erfahren Sie, dass die Monarchen des frühen Englands, furchtbare Herrscher, die das Schicksal ihrer Untertanen bestimmten, in Wirklichkeit Menschen waren, die ebenso wenig verständig und seltsam waren, wie sie heute auf ihren Porträts erscheinen. Damals hatten sie einfach mehr Glück als die anderen! Indem er die Erzählung mit König Arthur beginnt (Spoiler: Er existierte nicht), erzählt Mitchell die Geschichte Englands bis zur Herrschaft von Elisabeth I. Dies ist eine Geschichte über Narzissmus, Unfähigkeit, sich zu beherrschen, über Aufstände, Bürgerkriege und Heuchlerei. Darin wird beschrieben, wie die Engländer von Opfern eines Banditen, der ihre Ernte raubte, zu Untertanen wurden, die sich vor dem gottgewählten Monarchen neigen und ihm Steuern zahlen. Wie es dazu kam, mit wem es geschah und warum, verdammtes nochmal, das ist wichtig – auf all diese Fragen antwortet Mitchell brillant, witzig und mit der Gelehrsamkeit eines Menschen, der einst Geschichte studierte und nicht bereit ist, ihr das Durcheinander zu verzeihen, das sie angerichtet hat.