In Aglais Leben, eintönig und vorhersehbar, erscheint plötzlich ein «Zauberer». Sie trifft ihn in einem Englischkurs. Goodwin ist ein brillanter Pädagoge und ein außergewöhnlicher Mensch, der sich von anderen unterscheidet. Es ist schwer, ihm nicht zu vertrauen, man kann sich ihm unmöglich entziehen. Doch mit der Zeit erkennt Aglaia: Sie ist eine von vielen «Bienen» in seinem «Stock», und jede hat ihre Bestimmung.
Das könnte ein Roman über das Erwachsenwerden sein, ein Roman über Jugendliebe oder ein Roman über Gewalt, aber «Bienen» sind mehr als jede dieser Definitionen. Wort für Wort, Bild für Bild, Gedanke für Erinnerung – in diesem Roman hängt alles zusammen und zieht einen heraus aus den Abgründen unserer Erinnerung, wie eine lange Girlande von Tüchern aus dem Hut eines Zauberers, unzählige Details, Zitate, Empfindungen, Assoziationen, die scheinbar vergessen waren, – aber nein, sie sind zum kulturellen Code geworden. Ein lebendiges und erkennbares Bild von Gerüchen, Geschmäckern und Empfindungen für jeden, der diese Zeit erlebt hat, das Porträt einer gebrochenen, zerknitterten Neunzigerjahre, in denen man so verzweifelt Freiheit, Hoffnung und Liebe wollte und diese so schmerzhaft nicht finden konnte.