«Bekenntnis der Maske» — das ist ein psychologischer Roman von Yukio Mishima, der erstmals 1949 veröffentlicht wurde und zu einem der Schlüsselwerke der nachkriegsjapanischen Literatur wurde. Der Text ist als äußerst persönliche Beichte aufgebaut, in der die private Geschichte des Erwachsenwerdens zu einem Gespräch darüber wird, wie der Mensch sein wahres Gesicht hinter einer für die Gesellschaft bequemen Rolle verbirgt. Der Roman verbindet autobiografische Intonation, strenge Ehrlichkeit und eine sorgfältige Aufmerksamkeit für das innere Leben des Protagonisten. Hier sind nicht die äußeren Ereignisse an sich wichtig, sondern wie Angst, Sehnsucht, Scham und der Drang, den Erwartungen anderer gerecht zu werden, die Persönlichkeit formen. Dieses Buch handelt von der Kluft zwischen dem, was der Mensch fühlt, und dem, was er der Welt zeigen muss.
Es ist die Geschichte des Erwachsenwerdens eines jungen Japaners, der von frühester Kindheit an seine Andersartigkeit spürt und versucht, die Natur seiner eigenen Wünsche zu verstehen. Er lebt im vor- und kriegszeitlichen Japan, wo der Druck gesellschaftlicher Normen besonders stark ist. Um nicht aus dem gewohnten Rahmen zu fallen, zieht er die Maske der Normalität an und versucht, das Leben zu führen, das von ihm erwartet wird. Dazu versucht er auch, eine Beziehung zu Sonoko aufzubauen. In den Vordergrund tritt der innere Konflikt: aufrichtige Gefühle stehen der Pflicht gegenüber, eine fremde Rolle zu spielen. Der Roman vereint bekenntnishafte Prosa, Selbstanalyse und Überlegungen zu Schönheit, Körperlichkeit, Einsamkeit und Zerstörung.
Yukio Mishima, dessen wahrer Name Kimitake Hiraoka war, — ein japanischer Schriftsteller, Dramatiker, Dichter und Essayist. Er wurde 1925 in Tokio geboren und wurde zu einer der zentralen Figuren der nachkriegsjapanischen Literatur. In seiner Prosa verbinden sich traditioneller japanischer Ästhetizismus und westlicher moderner Schreibstil. Zu seinen bekanntesten Werken gehören «Der Goldene Pavillon», die Tetralogie «Das Meer der Fülle» und das Essay «Sonne und Stahl». Seine Bücher beschäftigen sich häufig mit Themen wie Schönheit, Selbstzerstörung, innerer Zerrissenheit und persönlicher Identität.