Der Tod ist die einzige Unvermeidlichkeit im Leben, aber fast niemand weiß, was er von ihm erwarten soll. In seinem Buch „Was tun, wenn du tot bist? Mythen und Rituale des Jenseits von Osiris bis Christus“ bietet der Klassische Philologe Robert Garland dem Leser eine lebendige intellektuelle Exkursion durch Jahrtausende menschlicher Vorstellungen über den Tod und das Jenseits.
Vom sumerischen Epos „Epoche von Gilgamesch“ und dem ägyptischen „Totenbuch“ bis hin zu Homers „Ilias“ und „Odyssee“ und Vergils „Aeneis“ führt uns der Autor durch Mythen, Rituale, Ängste und Hoffnungen antiker Zivilisationen und enthüllt sowohl erstaunliche Parallelen als auch tiefgreifende Unterschiede darin, wie die Menschheit versucht hat, sich mit dem größten Geheimnis des Daseins zu versöhnen.
Robert Garland rekonstruiert den Tod als Prozess und nicht als augenblicklichen Akt und zieht Daten aus Archäologie, historischen Quellen und moderner Wissenschaft heran. Sein Buch ist ein intellektueller, ironischer Dialog mit der Vergangenheit, der den Leser einlädt, den Tod nicht als Tabu, sondern als Spiegel zu betrachten, in dem das Leben selbst, die Werte, Ängste und das Streben nach Sinn reflektiert wird.