Als Kind wurde Donna Williams manchmal als taub, unbeherrschbar, psychisch krank, zurückgeblieben, verrückt bezeichnet…
Sie lebte in ihrer eigenen Welt, die Welt anderer Menschen erschien ihr voller Gefahren. Berührungen waren für Donna nicht nur unerträglich, sondern auch wohlwollende Blicke und Gefühle anderer Menschen. Noch schlimmer war es für sie, ihre eigenen Gefühle und Interessen auszudrücken; die Interaktion mit der Außenwelt gelang ihr nur mithilfe einstudierter Phrasen und fertiger Szenarien. Ihr "Ich", ihre wahre Persönlichkeit versteckte Donna unter Masken erfundener Charaktere - sozial akzeptabel, aber vollkommen gefühllos. Abgeschottet von der Außenwelt und ihrem eigenen "Ich", war Donna, ihren eigenen Worten nach, "niemand irgendwo".
Sie schwankte quälend zwischen zwei Welten, kämpfte darum, sich in unsere Welt einzufügen - und hielt sich gleichzeitig von ihr fern. Abgeschottet von unserer für sie unbegreiflichen Welt lebte sie - wie sie selbst sagt - "in einer Welt hinter Glas". "Niemand irgendwo" ist kein leichtes Buch; beunruhigend, berührend, manchmal schwer, manchmal witzig. Es erzählt von der Seele eines Menschen, der in der Welt des "Autismus" lebte und überlebte - trotz einer feindlichen Umgebung und dem schrecklichen inneren Chaos. In diesem Buch wird erzählt, wie Donna, indem sie Hindernisse überwand, lernte, selbstständig zu leben, an die Universität ging und diese abschloss, bevor sie ihre bemerkenswerte Autobiografie schrieb. Später erschien die Fortsetzung des Buches - "Somebody Somewhere", die noch auf ihre Übersetzung ins Russische wartet.
Jetzt ist Donna Autorin von neun Büchern, die internationale Bestseller wurden, Künstlerin, Songwriterin und Drehbuchautorin. Als eine der bekanntesten Personen mit Autismus weltweit tritt Donna in verschiedenen Ländern mit öffentlichen Vorträgen auf, arbeitet als Lehrerin und ist seit 1995 Beraterin für Autismus. Viele von uns werden, nachdem sie dieses Buch gelesen haben, ihre Ansichten darüber, was psychische "Normalität" ausmacht, erheblich überdenken. . .