Tabus beseitigen: Essays zur russischen Sexualkultur
Das Sexualleben von Frauen wurde stets von Macht- und gesellschaftlichen Institutionen reguliert, und die Einstellung dazu spiegelt viel über die Sitten und kulturellen Normen einer bestimmten Epoche und eines bestimmten Landes wider. Die zentrale Erzählung dieses kollektiven Monographien ist die...
Evolution der Vorstellungen über weibliche Sexualität in Russland vom 11. bis zum 20. Jahrhundert. Während sie den Alltag von Vertreterinnen verschiedener sozialer Gruppen beschreiben, greifen die Autoren auf einen ganzen Korpus einzigartiger historischer Quellen zurück: von kirchlichen Sammlungen der Strafen (Epitimien) bis zu medizinischen Formularen russischer Entbindungsheimen, von Materialien aus Gerichtsverfahren bis zu verschiedenen Egodokumenten. Nach Ansicht der Forscherinnen steht der intime Bereich des Lebens nicht nur in Verbindung mit äußeren Versuchen der Zensur, sondern auch mit Beschränkungen, die Menschen sich selbst auferlegen.
Worin unterschied sich die sexuelle Erziehung von adligen Jungen und Mädchen? Wie stand die Gesellschaft tatsächlich zu „Nichtehrlichen“ – Frauen, die ihre Jungfräulichkeit vor der Ehe nicht bewahrt hatten? Wie versuchten Frauen in verschiedenen Zeiten, eine Schwangerschaft zu vermeiden? Dank der Antworten auf diese und andere Fragen können wir nicht nur die Sexualkultur der Vergangenheit verstehen, sondern auch die Trajektorien erkennen, in denen sie sich in Zukunft entwickeln wird.
Das Sexualleben von Frauen wurde stets von Macht- und gesellschaftlichen Institutionen reguliert, und die Einstellung dazu spiegelt viel über die Sitten und kulturellen Normen einer bestimmten Epoche und eines bestimmten Landes wider. Die zentrale Erzählung dieses kollektiven Monographien ist die Evolution der Vorstellungen über weibliche Sexualität in Russland vom 11. bis zum 20. Jahrhundert. Während sie den Alltag von Vertreterinnen verschiedener sozialer Gruppen beschreiben, greifen die Autoren auf einen ganzen Korpus einzigartiger historischer Quellen zurück: von kirchlichen Sammlungen der Strafen (Epitimien) bis zu medizinischen Formularen russischer Entbindungsheimen, von Materialien aus Gerichtsverfahren bis zu verschiedenen Egodokumenten. Nach Ansicht der Forscherinnen steht der intime Bereich des Lebens nicht nur in Verbindung mit äußeren Versuchen der Zensur, sondern auch mit Beschränkungen, die Menschen sich selbst auferlegen.
Worin unterschied sich die sexuelle Erziehung von adligen Jungen und Mädchen? Wie stand die Gesellschaft tatsächlich zu „Nichtehrlichen“ – Frauen, die ihre Jungfräulichkeit vor der Ehe nicht bewahrt hatten? Wie versuchten Frauen in verschiedenen Zeiten, eine Schwangerschaft zu vermeiden? Dank der Antworten auf diese und andere Fragen können wir nicht nur die Sexualkultur der Vergangenheit verstehen, sondern auch die Trajektorien erkennen, in denen sie sich in Zukunft entwickeln wird.
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