Die Übersichtsarbeit von Jürgen Osterhammel, dem bekannten Historiker der Neuzeit, Spezialisten für Ideengeschichte, interkulturelle Beziehungen sowie die Geschichte Chinas, ist ein umfassendes Portrait des langen 19. Jahrhunderts, das den Zeitraum von 1770 bis 1914 umfasst.
Indem er politische, wirtschaftliche, soziale, intellektuelle Geschichte, Geschichte der Technik, des Alltagslebens und der Umwelt vereint, zeigt der Autor diese Bereiche in ihrem Zusammenhang über die gesamte Epoche hinweg auf den Ebenen der Regionen, Makroregionen und der Welt insgesamt. Von New York bis Neu-Delhi, von den lateinamerikanischen Revolutionen bis zum Taiping-Aufstand, von den Gefahren und Perspektiven der europäischen transatlantischen Arbeitsmärkte bis zu den Schwierigkeiten, mit denen nomadische und tribale Völker konfrontiert waren, bietet Osterhammel dem Leser Panoramaansichten verschiedener Lebensweisen und politischer Systeme und untersucht das komplexe Zusammenwirken der Kräfte, die das 19. Jahrhundert zu einer Ära der globalen Verwandlung der Welt machten.
Jürgen Osterhammel ist Historiker und Honorarprofessor an der Universität Freiburg. Seine monumentale Studie wurde in alle wichtigen Sprachen der Welt übersetzt und hat zu Recht den Status eines modernen Klassikers erlangt.