Wann das Gewissen befiehlt. Kulturelle Ursprünge der Justizreform von 1864 in Russland
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Die Justizreform von 1864 war ein Versuch radikaler Veränderungen der russischen Gesellschaft, und zwar nicht nur im rechtlichen, sondern auch im moralischen Bereich. Begonnen in den 1830er – 1840er Jahren wurde in der öffentlichen Diskussion der Mensch, der Staat und...
seine Gesetze mit einem komplexen Netzwerk verschiedener Begriffe und Gefühle verbunden, während „die Pflicht des Gewissens“ und „das Gefühl der Wahrheit“ als für alle Klassen zugängliche Mittel zur ethischen Überprüfung des russischen Lebens wahrgenommen wurden. Im Zentrum der Untersuchung von Tatjana Borisova steht der Begriff des Gewissens, der oft in widersprüchliche Beziehungen zum Prinzip der Rechtmäßigkeit trat. Warum wurden Rechtmäßigkeit und Gerichtsverfahren im Russischen Kaiserreich von einem erheblichen Teil der gebildeten Schicht als unmoralisch und amoralisch wahrgenommen? Wie erhielt das Gewissen eine größere transformative Kraft, deren Wirkung für die Reformatoren selbst unvorhersehbar war? Und warum wurde die durch die Veränderungen hervorgerufene Rechtsprechung zu einem auffälligen Phänomen der russischen Kultur, verzögerte jedoch gleichzeitig die Bildung des rechtlichen Selbstbewusstseins und der Zivilgesellschaft? Tatjana Borisova ist Historikerin, Doktor der Rechte, Dozentin an der Nationalen Forschungsuniversität „Höhere Schule für Wirtschaft“ in St. Petersburg.
Die Justizreform von 1864 war ein Versuch radikaler Veränderungen der russischen Gesellschaft, und zwar nicht nur im rechtlichen, sondern auch im moralischen Bereich. Begonnen in den 1830er – 1840er Jahren wurde in der öffentlichen Diskussion der Mensch, der Staat und seine Gesetze mit einem komplexen Netzwerk verschiedener Begriffe und Gefühle verbunden, während „die Pflicht des Gewissens“ und „das Gefühl der Wahrheit“ als für alle Klassen zugängliche Mittel zur ethischen Überprüfung des russischen Lebens wahrgenommen wurden. Im Zentrum der Untersuchung von Tatjana Borisova steht der Begriff des Gewissens, der oft in widersprüchliche Beziehungen zum Prinzip der Rechtmäßigkeit trat. Warum wurden Rechtmäßigkeit und Gerichtsverfahren im Russischen Kaiserreich von einem erheblichen Teil der gebildeten Schicht als unmoralisch und amoralisch wahrgenommen? Wie erhielt das Gewissen eine größere transformative Kraft, deren Wirkung für die Reformatoren selbst unvorhersehbar war? Und warum wurde die durch die Veränderungen hervorgerufene Rechtsprechung zu einem auffälligen Phänomen der russischen Kultur, verzögerte jedoch gleichzeitig die Bildung des rechtlichen Selbstbewusstseins und der Zivilgesellschaft? Tatjana Borisova ist Historikerin, Doktor der Rechte, Dozentin an der Nationalen Forschungsuniversität „Höhere Schule für Wirtschaft“ in St. Petersburg.
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