Das Buch der Schriftstellerin und Historikerin Alison Weir „Königinnen der Ritterzeit“ widmet sich einer der romantischsten und turbulentesten Epochen der europäischen Geschichte. Ihre Heldinnen – fünf Königinnen der Plantagenets-Dynastie, Königinnen von England von 1299 bis 1399, deren reales Leben wenig mit einem höfischen Roman zu tun hatte, aber nicht weniger voller dramatischer Geschichten war.
In dieser Periode der mittelalterlichen Geschichte, als in Übereinstimmung mit den Vorstellungen über den ritterlichen Lebensstil in aristokratischen Kreisen Noblesse, militärischer Ruhm und höfische Liebe gepriesen wurden, wurde England nacheinander und manchmal sogar gleichzeitig von Ereignissen wahrhaft katastrophalen Ausmaßes erschüttert: der Sturz zweier Könige, der Hundertjährige Krieg, die Epidemie des „schwarzen Todes“, der Bauernaufstand, und die zunehmend offensichtliche Verheißung des Feudalsystems… All dies führte unweigerlich zu sozialen und politischen Umwälzungen.
Welches war die Rolle der Frauen in dieser „großen“ Geschichte? Alison Weir erzählt von fünf Königinnen-Gemahlinen jener legendären, aber grausamen Epoche – fünf Frauen von höchstem gesellschaftlichem Rang, der nur möglich war zu dieser Zeit.
Margarete von Frankreich war zwanzig Jahre alt, als sie die zweite Frau des sechzigjährigen Königs Edward I. wurde. Isabella von Frankreich, die in die Geschichte als die Französische Wölfin einging, stürzte ihren Ehemann Edward II. und regierte England zusammen mit ihrem Liebhaber. Im Gegensatz zu ihr war Philippa von Hennegau, die Frau des Sohnes des gestürzten Königs Edward III., vom Volk geliebt. Anna von Böhmen war die Gemahlin von Richard II., starb jedoch jung und kinderlos. Isabella von Valois wurde die zweite Frau von Richard, als sie erst sechs Jahre alt war, und war in die Ereignisse verwickelt, die zur gewaltsamen Absetzung ihres Gemahls führten. Wie lebten und starben diese Königinnen, wie nutzten sie ihre Macht und wie gingen sie mit Krieg, Verrat und Tragödien um?..