Das Buch von Shadi Bartsch «Platon fährt nach China» verfolgt das erstaunliche Schicksal der griechischen Klassiker in China vom 17. Jahrhundert bis heute. Der Autor untersucht eingehend, wie griechische Texte – von Platon und Aristoteles bis Thukydides – zu Material...
für die Konstruktion ideologischer Modelle wurden, angefangen bei den Übersetzungen der Jesuiten bis hin zu modernen Universitätsdebatten.
Besonderes Augenmerk gilt einem Wendepunkt in der Geschichte Chinas am Ende des 20. Jahrhunderts: Nach den Ereignissen auf dem Platz des Himmlischen Friedens wird die Klassik nicht mehr als Symbol westlicher demokratischer Werte wahrgenommen und häufiger in nationalistischem Kontext verwendet. Aristoteles wird für den «Aberglauben der Demokratie» kritisiert, der athenische Bürger wird als «Sklave der Polis» erklärt, und Platon verwandelt sich unerwartet in eine Autorität, deren Ideen von «edler Lüge» und sozialer Hierarchie gefragt sind. In Verbindung mit der konfuzianischen Tradition erlangt die Antike neue Bedeutungen: Gerechtigkeit wird durch Harmonie gelesen, Rationalität – durch Ethik.
Dieses Buch zeigt, wie antike Texte den Herausforderungen der Moderne neu geschrieben werden und zu Instrumenten politischer und kultureller Projekte werden.
Das Buch von Shadi Bartsch «Platon fährt nach China» verfolgt das erstaunliche Schicksal der griechischen Klassiker in China vom 17. Jahrhundert bis heute. Der Autor untersucht eingehend, wie griechische Texte – von Platon und Aristoteles bis Thukydides – zu Material für die Konstruktion ideologischer Modelle wurden, angefangen bei den Übersetzungen der Jesuiten bis hin zu modernen Universitätsdebatten.
Besonderes Augenmerk gilt einem Wendepunkt in der Geschichte Chinas am Ende des 20. Jahrhunderts: Nach den Ereignissen auf dem Platz des Himmlischen Friedens wird die Klassik nicht mehr als Symbol westlicher demokratischer Werte wahrgenommen und häufiger in nationalistischem Kontext verwendet. Aristoteles wird für den «Aberglauben der Demokratie» kritisiert, der athenische Bürger wird als «Sklave der Polis» erklärt, und Platon verwandelt sich unerwartet in eine Autorität, deren Ideen von «edler Lüge» und sozialer Hierarchie gefragt sind. In Verbindung mit der konfuzianischen Tradition erlangt die Antike neue Bedeutungen: Gerechtigkeit wird durch Harmonie gelesen, Rationalität – durch Ethik.
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