Zum Schreiben der «Skizzen der russischen Wirren» begann Anton Iwanowitsch Denikin bald nach seinem Rücktritt als Oberbefehlshaber der Streitkräfte im Süden Russlands und der Emigration nach Belgien — in einem Moment, als die Erinnerungen noch frisch in seinem Gedächtnis waren, aber alle notwendigen Archive und Dokumente noch nicht zur Hand waren.
In den «Skizzen» verbindet sich ein aufrichtiger, lebendiger und anschaulicher Bericht über die Ereignisse, Zeuge der Denikin war, mit dem Versuch, eine unvoreingenommene und, soweit möglich, objektive Bewertung des Zusammenbruchs des Imperiums, der Revolution und des Bürgerkriegs zu geben.
Der erste Band der «Skizzen» widmet sich den Ereignissen, die der Oktoberrevolution von 1917 vorausgingen — dem wachsenden Unmut in der Gesellschaft, der Abdankung des Kaisers, den Reformen der Provisorischen Regierung und dem allmählichen Zerfall der russischen Armee, mit der das ganze Leben des Generals untrennbar verbunden war.