Perun, Swarog, Dazhdbog, Radegast, Svantovit, Belbog, Jarovit, Ziv, Lad, Lel — wie viel wissen wir über diese Gottheiten, die bei unseren heidnischen Vorfahren verschiedene Kräfte der Natur und des menschlichen Daseins verkörperten: Licht, Sonne, Frühling, Liebe, Krieg? Und die Festlichkeiten — Ivan Kupala, der große Tag, Kolyada, das Wahrsagen mit Stroh, die Etymologie der Wörter: Russa, Ross — Fluss; Gemüsebeet, Zaun — Stadt; Garten — Wende — Paradies? In seinem grundlegenden Werk schuf der herausragende Historiker, einer der Begründer des russischen historischen Denkens Nikolai Ivanovich Kostomarov (1817—1885), durch den vergleichenden Ansatz der slawischen Geschichte und Folklore mit den Daten anderer indoeuropäischer Völker ein einheitliches System der riesigen Mythologie der Slawen.
Umfassende Informationen über den russischen Heidentum, heidnische Riten und Feste, die reichhaltige volkstümliche poetische Schöpfung, Hunderte von in dem Buch abgedruckten festlichen, familiären, liebevollen, Hochzeitsliedern machen es auch zu einem Nachschlagewerk über die Geschichte, Sitten, Lebensweise und das gesamte geistige Leben der alten Slawen.