Henny lebt in einer unglücklichen Ehe im Arbeiterviertel von Boston, erzieht mehrere Pflegekinder und sperrt zu Beginn des Buches ihren Mann in den Schrank, um mit Gott zu sprechen.
Ihre Freunde — die Esoterik-Enthusiastin Libby und der politische Aktivist im Rollstuhl Lewis, ihre erste Liebe — begleiten sie durchs Leben; in ihren Gesprächen verschmelzen Nietzsche und Bambi, Johannes der Täufer und Marx, Anarchismus und Katholizismus. Fragen zu Rasse, Geschlecht, Klasse und Religion lodern im Roman auf und verglühen, die Zeit fließt rückwärts, aber die fragile und unstete Gestalt der Erzählerin, einer modernen Märtyrerin, verbindet das Erzählte, kunstvoll aufgebaut von Hau.
«Unteilbar» — ein nichtlinearer philosophischer Roman, der nicht aufhört, mit sprachlichen Entdeckungen zu überraschen.
Übersetzung: Ekaterina Zaharkiv