Das Aussprechen von allem, was wir so lange nicht sagen konnten, ist eine der Möglichkeiten, unsere Beziehungen zu anderen und, was am wichtigsten ist, zu uns selbst zu heilen.
Auf den Seiten des Buches teilen sechzehn talentierte Schriftsteller ihre Erlebnisse und Gedanken, über die sie sich nicht getraut haben, mit ihren Müttern zu sprechen, und welche Bedeutung dies letztendlich für sie hatte.
Die Autorin des Buches, Michelle Filgate, begann als Studentin, einen Aufsatz über ihren Stiefvater zu schreiben. Es dauerte über zehn Jahre, bis sie verstand, was sie tatsächlich erzählen und erklären wollte: wie sein Verhalten ihre Beziehung zu ihrer Mutter beeinflusste. Kurz nach der Veröffentlichung wurde der Essay viral, und er wurde in sozialen Netzwerken von Anne Lamott, Rebecca Solnit und vielen anderen geteilt. Gerade dies inspirierte die Autorin zu der Idee, eine Sammlung ehrlicher Essays über Beziehungen zu Müttern zu schaffen.
Während einige der Autoren dieses Buches keinen Kontakt zu ihren Müttern haben, sind andere, im Gegenteil, sehr nah. Leslie Jamison schreibt über den Versuch herauszufinden, wer ihre scheinbar ideale Mutter war, bevor sie selbst Mutter wurde. In der witzigen Erzählung von Cathy Hanauer erhält sie endlich die Gelegenheit, mit ihrer Mutter zu sprechen, die ständig von ihrem herrischen (aber lieben) Vater unterbrochen wird. André Aciman schreibt darüber, wie sich die Sicht auf die Welt verändert, wenn die Mama taub ist. Und Julianna Baggott erzählt von ihrer Mutter, die ihr alles mitteilt.