In der Nacht des 26. April 1986 explodierte Reaktor Nr. 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl und läutete eine der schlimmsten nuklearen Katastrophen in der Geschichte ein. Basierend auf über einem Jahrzehnt an Arbeit, Aufzeichnungen von hunderten Gesprächen, persönlicher Korrespondenz, unveröffentlichten Erinnerungen und kürzlich freigegebenen Archivdokumenten, schrieb der Journalist Adam Higginbotham ein ergreifendes und fesselndes Werk, in dem wir die Tschernobyl-Katastrophe durch die Augen ihrer ersten Zeugen sehen. Das Ergebnis ist ein meisterhaft gemachter Dokumentarthriller, ein umfassender Bericht über ein Ereignis, das die Geschichte verändert hat – viel komplexer, menschlicher und beängstigender als der Mythos von Tschernobyl, an den wir gewöhnt sind.
„Tschernobyl: Die Geschichte der Katastrophe“ ist ein bleibendes Bild einer der größten Unglücke des 20. Jahrhunderts und gleichzeitig ein Dokument menschlicher Zähigkeit und Einfallsreichtum, ein Zeugnis der schweren Lektionen, die die Menschheit gelernt hat, während sie versucht, die Natur ihrem Willen zu unterwerfen – Lektionen, die angesichts des bevorstehenden Klimawandels und anderer Bedrohungen der Moderne nicht nur wichtig, sondern lebensnotwendig erscheinen.
Im Herbst 1986 entdeckten Wissenschaftler des Kurtschatow-Instituts im Keller des KKW Tschernobyl unter den Trümmern des Reaktor 4 einen „Elefantenfuß“ – eine verhärtete Masse aus Siliziumdioxid, Titan, Zirkonium, Magnesium und Uran, erstarrte radioaktive Lava, die alle Radionuklide aus dem bestrahlten Kernbrennstoff enthielt. Die Substanz war so radioaktiv, dass fünf Minuten in ihrer Nähe einen unvermeidlichen, qualvollen Tod bedeuteten.
16 Seiten ArchivfotografienKarte der UdSSR im Jahr 1986 mit Angabe aller KKWs und geschlossenen StädtenKarte der SperrzoneDiagramme des KKW Tschernobyl und des 4. Blocks, in dem die Panne geschah
Für diejenigen, die sich für die Geschichte der Entwicklung der Kernenergie in der Welt, die Katastrophe im KKW Tschernobyl und die Maßnahmen zu deren Beseitigung interessieren.