«Stimmungen» — der Roman der amerikanischen Schriftstellerin Louisa May Alcott, erstmals veröffentlicht im Jahr 1864. Die Geschichte des Erwachsenwerdens von Sylvia Yule — einer jungen Frau, die versucht, mit den Höhen und Tiefen des Erwachsenenlebens umzugehen und ihren Platz in der Welt zu finden. Im Laufe des Buches durchlebt Sylvia ein ganzes Spektrum an Emotionen und Stimmungen, einschließlich Liebe, Eifersucht, Traurigkeit und Glück, daher der Titel des Buches «Stimmungen».
Sylvia Yule, ein junges Mädchen aus einer wohlhabenden Familie, führt ein beschauliches Leben mit ihrer Schwester Prue und ihrem Bruder Mark. Ihr Dasein ändert sich, als sie zwei Männer kennenlernt: den sensiblen und treuen Dichter Jeffrey Moore und Adam Warwick — einen leidenschaftlichen, geheimnisvollen Mann mit einer dunklen Vergangenheit. Sylvia sieht Moore zunächst als Freund, ohne seine Liebe zu bemerken, während Warwick in ihr tiefgreifende, vage Gefühle weckt. Mark und seine Freunde organisieren eine Flussreise, während der Sylvia sich beiden Männern nähert, besonders jedoch Warwick, dessen Stärke und Unabhängigkeit sie fasziniert.
Moore gesteht Sylvia seine Liebe, doch sie weist ihn zurück, da sie glaubt, nur freundschaftliche Zuneigung zu empfinden. Später erfährt sie, dass Warwick mit einer anderen Frau, Ottilie, verlobt ist, was in ihr Eifersucht und Schmerz auslöst. Sylvia beschließt, Moores Heiratsantrag anzunehmen und ihn zu heiraten, in der Hoffnung, Frieden in seiner zärtlichen Liebe zu finden. Doch nach der Hochzeit kehrt Warwick in ihr Leben zurück, und zwischen ihnen entflammt Leidenschaft. Sylvia erkennt, dass ihre Gefühle für Warwick stärker sind als für ihren Ehemann, und steht vor der quälenden Wahl zwischen Pflicht und Verlangen.
Louisa May Alcott (1832—1888) — amerikanische Schriftstellerin, die ein bemerkenswertes Leben führte: Sie arbeitete während des Bürgerkriegs als Krankenschwester, kämpfte gegen die Sklaverei und war eine der ersten Teilnehmerinnen der Bewegung für das Frauenwahlrecht.
Aufgrund der prekären Lage ihrer Familie musste Louisa schon in jungen Jahren Wege finden, um Geld zu verdienen. Sie war Schneiderin, Gouvernante, Dienstmädchen und Begleiterin. In ihrer Freizeit schrieb sie Geschichten und Märchen für die Kinder von Emerson, von denen einige 1854 in die Sammlung «Fabeln über Blumen» aufgenommen wurden.