«Der Amulett des Gehängten. Band 16» — ein historisch-mystischer Roman über eine Reise in die norwegischen Berge, wo Dan Lind, Ulvheddin und Ingrid versuchen, die Spuren der Vergangenheit des Geschlechts der Eisleute zu finden. Die Handlung spielt im Jahr 1715: Einige Teilnehmer werden von Neugier und wissenschaftlichem Interesse getrieben, andere haben persönliche Gründe, die mit dem Erbe der Familie verbunden sind. Ihr Weg ist mit dem Schatz des Geschlechts, einem alten Familienfriedhof und dem möglichen Grab von Tengel dem Bösen verbunden, dessen Name längst Teil der allgemeinen Angst geworden ist. Mit dem Fortschreiten wird der Weg nicht nur zu einer physischen Herausforderung, sondern auch zu einer Auseinandersetzung mit dem, wovon man sich nicht einfach abwenden kann. Im Mittelpunkt steht hier die Suche, die verborgenen Motive der Teilnehmer und der Einfluss der Vergangenheit auf die Schicksale der Lebenden.
Das Buch gehört zur Reihe «Die Eisleute» und ist der sechzehnte Band davon. Es ist eine große Saga über mehrere Generationen eines Geschlechts, dessen Geschichte bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht und mit einem Familienfluch verbunden ist. Eine eigene Linie dieses Teils wird eigenständig wahrgenommen, aber viele Verbindungen, Ängste und Bedeutungen wirken stärker für die, die bereits mit den vorherigen Büchern vertraut sind. Wer die Lesereihenfolge einhalten möchte, sollte den Zyklus besser mit den ersten Bänden beginnen.
Dieser Roman eignet sich für Leser, die lange Familiensagas mit mystischem Hintergrund, historischem Kontext und skandinavischem Flair mögen. In der Kombination aus Geschlechtergeheimnis, Übernatürlichem und mehrbändiger Familiengeschichte kann der Zyklus von Margit Sandemo mit großen Sagen im Sinne von Victoria Holt verglichen werden, wo das persönliche Schicksal eng mit dem Erbe der Vorfahren verbunden ist. Besonders wichtig sind die Themen Fluch, Wahl, Erinnerung der Familie und die Kraft, mit der die Vergangenheit in die Gegenwart eingreift. Das Buch wird auch diejenigen interessieren, die Fantasy mögen, die nicht von großen Schlachten handelt, sondern von gefährlichen Suchen, verborgenen Motiven und der Spannung zwischen Pflicht, Angst und dem Verlangen, das Verbotene zu erreichen.
«Der Amulett des Gehängten. Band 16» kombiniert historische Erzählung mit Mystik und übernatürlichen Motiven — das ist eines der Hauptmerkmale des gesamten Zyklus. Margit Sandemo schrieb «Die Eisleute» als lange Saga ohne strengen Plan, daher fällt in der Reihe besonders das allmähliche Anwachsen der mystischen Linie auf. Die Sprache und der Stil der Autorin sind direkt, ohne schwere Stilisierung, daher liest sich der Roman auch bei einer Vielzahl von Familienverbindungen leicht. Vor dem Lesen sollte man auch den allgemeinen Ton des Zyklus berücksichtigen: Er enthält Tod, düstere Themen, Krankheiten und ein ständiges Gefühl der Bedrohung, das mit dem Fluch des Geschlechts verbunden ist.