Eines Tages zeigte der Vater dem kleinen Francisco ein Familienrelikt – einen alten Schlüssel, der den Vorfahren die Toren des Wissens öffnete. Bald darauf wurden der Vater – der Arzt, der getaufte Jude Diego da Silva – und der ältere...
Bruder des Jungen von der Inquisition wegen geheimen Judentums beschuldigt, und die Mutter starb, ohne das Leid zu ertragen. Francisco blieb allein, bewahrte aber die Erinnerung an die Familie, an den Schlüssel und an den Glauben der Vorfahren und beschloss, Arzt zu werden. So begann der Lebensweg des Arztes und Humanisten Francisco Maldonado da Silva (1592–1639), der, ohne sich vor der gnadenlosen Maschine der mittelalterlichen Inquisition zu fürchten, offen für seinen Glauben und seine Freiheit eintrat und mit seinem ganzen Leben bewies, dass man den Körper brechen, aber nicht den Geist vernichten kann. Marcos Aginis wurde 1935 in Argentinien in eine Familie jüdischer Immigranten geboren. Schon als Kind erfuhr er, dass alle seine Verwandten in Europa von den Nazis getötet wurden. Aginis ist der Ansicht, dass gerade dies ihn dazu brachte, Schriftsteller zu werden. Der Roman „Das Leben des Marrano“, erstmals 1991 veröffentlicht, ist das Ergebnis einer umfangreichen archivalischen Arbeit des Autors.
Eines Tages zeigte der Vater dem kleinen Francisco ein Familienrelikt – einen alten Schlüssel, der den Vorfahren die Toren des Wissens öffnete. Bald darauf wurden der Vater – der Arzt, der getaufte Jude Diego da Silva – und der ältere Bruder des Jungen von der Inquisition wegen geheimen Judentums beschuldigt, und die Mutter starb, ohne das Leid zu ertragen. Francisco blieb allein, bewahrte aber die Erinnerung an die Familie, an den Schlüssel und an den Glauben der Vorfahren und beschloss, Arzt zu werden. So begann der Lebensweg des Arztes und Humanisten Francisco Maldonado da Silva (1592–1639), der, ohne sich vor der gnadenlosen Maschine der mittelalterlichen Inquisition zu fürchten, offen für seinen Glauben und seine Freiheit eintrat und mit seinem ganzen Leben bewies, dass man den Körper brechen, aber nicht den Geist vernichten kann. Marcos Aginis wurde 1935 in Argentinien in eine Familie jüdischer Immigranten geboren. Schon als Kind erfuhr er, dass alle seine Verwandten in Europa von den Nazis getötet wurden. Aginis ist der Ansicht, dass gerade dies ihn dazu brachte, Schriftsteller zu werden. Der Roman „Das Leben des Marrano“, erstmals 1991 veröffentlicht, ist das Ergebnis einer umfangreichen archivalischen Arbeit des Autors.
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