Es ist sehr schwer, besser zu werden, wenn man zwölf Jahre alt ist.
Nikolaj Irtenjew beschließt, ein neues Leben zu beginnen, bricht aber bereits am nächsten Tag seine eigenen Regeln. Er führt ein Tagebuch, erstellt eine Liste seiner Mängel, gibt dem Bettler den letzten Silberrubel, verliebt sich in Sonja Walachina, schämt sich für seine Gedanken und versucht unendlich, sich selbst zu verstehen.
In den Novellen «Kindheit» und «Jugend» erzählt Leo Tolstoi nicht so sehr von Ereignissen, sondern von dem inneren Leben des Menschen. Von dem Alter, in dem jedes Wort wichtig scheint, jeder Fehler – unwiderruflich ist und der Blick eines Fremden dich den ganzen Tag glücklich oder unglücklich machen kann.
Gemeinsam mit Nikolaj wird der Leser den Tod der Mutter, die Freundschaft mit dem guten Karl Ivanovich, erste Enttäuschungen, die erste Liebe und die ersten ernsthaften Fragen erleben, welchen Menschen man werden möchte.