«Gewöhnliche Angelegenheit» — ist die Erzählung von Wasilij Below, eines der wichtigen Werke der ländlichen Prosa der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zum ersten Mal veröffentlicht im Jahr 1966, zeigt sie das Leben im sowjetischen Dorf ohne Verzierungen und laute Deklarationen. Im Mittelpunkt steht hier kein außergewöhnliches Ereignis, sondern die tägliche Arbeit, die das Haus, die Familie und das Leben selbst stützt. Der Schriftsteller spricht mit der Genauigkeit eines Menschen, der diese Umgebung gut kennt, über das Leben der Bauern: durch die Sorge um das Land, den Hausstand, die Kinder und das tägliche Brot. Der Text ist nicht nur als literarisches Werk wertvoll, sondern auch als ehrliches Gespräch über Standhaftigkeit, Armut, die Folgen des Krieges und die innere Würde des Menschen, der ohne Klagen lebt und das tut, was er tun muss.
Die Erzählung handelt vom Leben eines nördlichen russischen Dorfes durch das Schicksal von Ivan Afrikanowitsch Drynow und seiner großen Familie. Er kehrte mit einem geschädigten Gesundheitszustand aus dem Krieg zurück, arbeitet jedoch weiterhin, führt den Hausstand und ist für seine Angehörigen verantwortlich. Im Haus gibt es ständig genug zu tun: Kinder, Vieh, Land, Krankheiten, Geldmangel, alltägliche Schwierigkeiten. Aus diesen täglichen Angelegenheiten ergibt sich die Handlung. Wasilij Below zeigt kein einzelnes Drama, sondern ein ganzes Lebensumfeld, in dem Freude und Sorge nebeneinander stehen. Es ist eine realistische sozial-künstlerische Erzählung über die Bauernarbeit, familiäre Verantwortung und die Fähigkeit, die menschliche Würde unter schweren Bedingungen zu bewahren.