Nordkorea zu Beginn des 21. Jahrhunderts. In einem Land, in dem der Personenkult um Kim Jong Il herrscht, gedeihen Armut, Korruption und die Brutalität der Macht gegenüber dem eigenen Volk, das elementare Menschenrechte entzogen sind. Öffentliche Hinrichtungen, Konzentrationslager und Gefängnisschächte, Sklaverei, Entführungen von Japanern und Südkoreanern, rund-um-die-Uhr-Propaganda und ein Verbot aller ausländischen Einflüsse - so sieht die Realität des Lebens der Menschen aus, die von der Staatsmaschinerie in Zombies verwandelt werden.
Der Protagonist des Romans, ein Junge aus einem Waisenhaus, wird mit 14 Jahren zum Soldaten ausgebildet, der lernt, in den dunklen Tunneln zu kämpfen, die in der demilitarisierten Zone gegraben wurden, und wird einige Jahre später zu einem gnadenlosen Menschenfänger. Als Belohnung für seine "Erfolge" wird er als Funker auf ein Fischerboot geschickt, das in Wirklichkeit ausländische Schiffe ausspioniert. Später, nach einer gnadenlosen "Überprüfung", gelangt er als Übersetzer einer diplomatischen Delegation nach Amerika, wo er zufällig für den Minister für Gefängnisschächte gehalten wird.
Die fesselnde Geschichte seiner unglaublichen, an der Grenze zum Absurden liegenden Abenteuer ist voller Tragik und opferbereiter Liebe, blinden Gehorsams gegenüber der Ideologie des Juche und des Pflichtbewusstseins gegenüber den Angehörigen. Der Autor übertreibt absichtlich, was diesen Roman zu „einer Bombe macht, die mitten im klaren Himmel“ in einer zivilisierten Gesellschaft explodiert.