Sie wuchsen in benachbarten Wohnungen auf, aber es schien, als wären sie in verschiedenen Welten. Der Vater hatte Mühe, mit der streitlustigen und unruhigen Malika zurechtzukommen, die sich wie ein Junge verhielt. Kirill wuchs in einer Welt von Frauen auf, umgeben von Aufmerksamkeit und Fürsorge. Mama und Oma formten aus ihm den treuen, lieben, zuverlässigen Mann, von dem sie träumten, den sie aber selbst nicht trafen.
Nachdem sie schon mehr als einmal gekämpft hatten, wurden Malika und Kirill beste Freunde, für die Umgebung – Bruder und Schwester. Sie halfen sich gegenseitig, die Tragödien der unerwiderten ersten Liebe zu überstehen und ihr Lebensberufung zu finden.
Aber vielleicht sind ihre Fähigkeit, sich mit den Augen zu verständigen, und die Gewohnheit, das Innigste zu teilen, Anzeichen für etwas Größeres als Freundschaft?