Reiche stürzen. Liebe stirbt. Der Mythos ist ewig.
Ein Historiker, der um den Tod seiner Frau trauert. Seine junge Kollegin, die ihren eigenen Weg sucht. Vier scharfsinnige Götter, die viel zu sagen haben, aber keine Zeit zum Zuhören. Königreiche und Dynastien, die vergeblich ums Überleben im Karussell der Chroniken kämpfen. Und ein mysteriöser Geschichtenerzähler, der in der Lage ist, mit der Kraft der Vorstellung eine ganze Welt zu erschaffen... Über Tausende von Jahren hinweg zeigt der Roman, wie Menschen und ganze Völker sich durch Erzählungen verlieren und wiederfinden, während er zahlreiche Stimmen und Geschichten innerhalb von Geschichten kunstvoll miteinander verwebt.
«Kan Minsu spielt mit bekanntem Wissen, verwebt Antike und Gegenwart, was zunächst nach einer amerikanischen Serie mit ihren typischen Themen und Dialogen riecht. Doch das Finale bringt diese scheinbar unvereinbaren Stränge in einen so kraftvollen Resonanz, dass man den Roman sofort noch einmal lesen und die Details genießen möchte, die beim ersten Lesen nur vage wahrgenommen wurden». —Maria Osetrova, Orientalistin, Autorin des TG-Kanals «Ich lese und schreibe über Korea»
«Dieses Buch verlangt zu Beginn nichts vom Leser, gibt aber unglaublich viel, vor allem — ein Verständnis des kulturellen Codes der Völker Ostasiens durch einen literarischen Melange, in dem China, Korea und Japan ineinander verschmelzen, und zweitens — ein Bewusstsein für die feinen Grenzen zwischen Mythos, Geschichte und Alltäglichkeit, in denen wir Tag für Tag leben, ohne es zu bemerken. Was wie ein unschuldliches "Märchen" erscheint, erweist sich als tiefgehende, aber verblüffend zugängliche Meditation über die Illusion des ideellen Raums, in dem wir existieren». —Kirill Batygin, Übersetzer und Orientalist, zweifacher Preisträger des Preises «Jasna Poljana», Autor des TG-Kanals «Die Musik der Übersetzung», literarischer Redakteur von «Sehnsucht nach einer unerzählten Geschichte»
«Akademische Historiker sind im Gegensatz zu Geschichtenerzählern keineswegs unbedingt geschickte Erzähler, doch Kan kombiniert die Stärken beider Berufe. In seinem Textgewebe verflechten sich unterschiedliche Fäden mythologischer Handlungen des Ostens, klassischer literarischer Werke und des Alltags eines Universitätsprofessors, während Götter und Helden eine menschliche Dimension annehmen. Ähnlich wie in fernöstlichen mythisch-historischen Chroniken fließt die Erzählung von den Streichen fauler Drachen und Götter in die Kämpfe über, die die Zukunft des Landes bestimmen, während mythologische Handlungen in modernen Realitäten lebendig werden, in denen die Kämpfe um die Geschichte weiterhin stattfinden».