Isadora Duncan. Dieser Name klingt wie eine Herausforderung, wie eine Hymne an die Freiheit, wie die Verkörperung leidenschaftlicher Liebe zum Tanz – und zur Liebe zum Leben. Sie verehrte die Schönheit, predigte Natürlichkeit und wies Konventionen zurück. Im Tanz sah sie nicht Gymnastik, sondern ein Gebet, eine Art der Kommunikation mit dem Kosmos. Ihre barfuß Aufführungen lösten Begeisterung und Skandale aus, und ihr persönliches Leben war ebenso stürmisch und unberechenbar wie ihre tänzerischen Improvisationen…
In ihrer Autobiografie hat die weltweit berühmte Tänzerin, Theoretikerin und Praktikerin des „Tanzes der Zukunft“ und eine Frau mit einer wahrhaft erstaunlichen Biografie für ihre Zeit, Isadora Duncan, die künstlerische Welt Amerikas, Europas und Russlands, wie sie am Ende des 19. – Anfang des 20. Jahrhunderts war, festgehalten – eine Welt, die von dem nie dagewesenen Mut und der Zielstrebigkeit dieser kühnen Muse des neuen Tanzes erobert wurde. Doch auch in diesen Zeilen – ein offenes Geständnis über den Lebensweg einer Frau, die nicht dafür gemacht war, den ausgetretenen Pfaden zu folgen, die tragisches Schicksal ihrer Kinder, leidenschaftliche Liebe und bittere Trennungen erlebt hat, aber trotz allem die Liebe zu den Menschen und die Liebe zum Leben nicht verloren hat.