"Konstantin Anokhin – Neurowissenschaftler, Spezialist für kognitive Forschungen. Direktor des Instituts für zukunftsorientierte Gehirnforschung an der Lomonossow-Universität Moskau. Professor, Akademiker der RAN. Tatjana Tschernigowskaja – Neurolinguistin, Spezialistin für kognitive Forschungen. Direktorin des Instituts für kognitive Forschung an der Staatlichen Universität St. Petersburg. Professorin, Akademikerin der RAO. Das Gehirn ist das komplizierteste materielle Objekt, das dem Menschen bekannt ist. In den letzten Jahrzehnten hat die Wissenschaft mehr über es gelernt als in der gesamten vorhergehenden Geschichte der Menschheit. Doch die Hauptgeheimnisse, die damit verbunden sind, bleiben weiterhin ungelöst. Das Buch „Gehirn und sein Ich“ befasst sich mit diesen zentralen Fragen: „Wer sind wir?“, „Woher kommen wir?“, „Wohin gehen wir?“. Über Jahrtausende haben sie sich zu einem komplexen Problemknoten verwoben – über die Essenz des menschlichen „Ich“, der Seele, der Psyche, des Verstandes, des Bewusstseins; über ihre Verbindungen zueinander, zum Körper und zum Gehirn; über ihre Herkunft und ihren Platz in der Welt. Heute wird immer klarer, dass die bloße Ansammlung neuer Fakten über das Gehirn die Wissenschaft in der Lösung dieser Fragen kaum voranbringen wird. Um weiterzukommen, muss ein Weg skizziert werden. Die Autoren dieses Buches unternehmen einen solchen Versuch. In einer Reihe von intensiven Diskussionen, die im Herzen Altai, am Fluss Katun, stattfanden, formulieren sie zwanzig zentrale Fragen für die moderne Gehirnforschung und versuchen Schritt für Schritt, die Konturen ihrer Lösung zu skizzieren. Ihr Format – ein Zusammenspiel von historischen Materialien, Dialogen der Autoren und ergänzenden Analysen – hat dieses Buch von der bekannten Monographie von Karl Popper und John Eccles „Das Ich und sein Gehirn“ geerbt. Ein halbes Jahrhundert später versuchen Konstantin Anokhin und Tatjana Tschernigowskaja herauszufinden, welche Veränderungen heute in diesem jahrhundertealten Problem stattgefunden haben, und streben danach, einen Blick über das Bekannte hinaus – in die Zukunft der Gehirnforschung als Zentrum unseres „Ich“ – zu werfen."